Baummarder
Martes martes
Steckbrief
Auch: Martens
Weltweit 24.055 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Alness IV17, UK · Highland, Scotland, GB · Udine, Friuli-Venezia Giulia, IT
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Baummarder
→Von welchem Tier stammt gedrehte, dunkle Losung mit Beerenkernen im Wald?
Gedrehte, wurstförmige und an einem Ende zugespitzte Losung mit vielen Beerenkernen und -schalen stammt meist von einem Marder (Baum- oder Steinmarder) oder von einem Fuchs. Beide sind Allesfresser und nehmen im Spätsommer große Mengen reifer Wildfrüchte auf. Die verdrehte, oft an Wegen oder erhöhten Stellen abgelegte Form ist typisch für eine Reviermarkierung.
→Warum ist Marder- oder Fuchskot im August voller Beerenreste?
Im Hochsommer reifen im Bergwald Vogelbeere, Brombeere, Heidelbeere und Himbeere. Marder und Füchse decken dann einen großen Teil ihres Nahrungsbedarfs mit Früchten, deren unverdauliche Kerne und Schalen im Kot deutlich sichtbar bleiben. Dadurch wirkt die Losung dunkelrot bis violett und krümelig.
→Ist es gefährlich, Wildtierkot im Wald anzufassen?
Man sollte Wildtierkot grundsätzlich nicht mit bloßen Händen berühren. Fuchs- und Marderkot kann Eier des Fuchsbandwurms sowie andere Parasiten und Keime enthalten, die bei Verschlucken über die Hände in seltenen Fällen Erkrankungen auslösen können. Beobachten aus Distanz und anschließendes Händewaschen sind ausreichend.
→Wie unterscheidet man Marderlosung von Fuchslosung?
Marderlosung ist meist schmaler (etwa 1 cm dick), stark spiralig gedreht und oft auf erhöhten Stellen platziert. Fuchslosung ist häufig etwas dicker, gerade zugespitzt und intensiv riechend. Beide enthalten im Spätsommer viele Beerenreste, weshalb eine sichere Trennung im Feld oft nicht möglich ist.

