Bovist / Stäubling (Bauchpilz)
Lycoperdaceae
Steckbrief
Auch: puffballs
Weltweit 373.502 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Tannenbergsthal, Muldenhammer, Deutschland · Minnesota, US · Minnesota, US
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Bovist / Stäubling (Bauchpilz)
→Ist ein weißer, kugeliger Wiesenpilz ein Bovist oder etwas Gefährliches?
Große, weiße Kugelpilze auf Wiesen sind meist Boviste oder Stäublinge (Familie Lycoperdaceae). Entscheidend ist der Längsschnitt: Bei einem echten Bauchpilz ist das Innere reinweiß und völlig homogen. Zeigt der Schnitt hingegen eine angelegte Pilzform mit Hut und Lamellen, kann es das tödlich giftige 'Ei' eines jungen Knollenblätterpilzes sein.
→Wann und wo findet man große Boviste?
Boviste und Stäublinge erscheinen vor allem im Spätsommer und Herbst (August bis Oktober) nach Regen auf nährstoffreichen, kurzrasigen Wiesen, Weiden und an Gehölzrändern. Sie leben saprob von abgestorbenem organischem Material im Boden.
→Woran erkennt man, dass ein Bovist noch essbar ist?
Nur junge Exemplare mit durchgehend reinweißem, festem Fleisch gelten als essbar. Sobald das Innere gelblich, grünlich oder pulvrig-braun wird, ist der Pilz reif und die Sporen entwickeln sich – dann ist er nicht mehr zum Verzehr geeignet. Eine sichere Bestimmung durch Kundige bleibt Pflicht.
→Warum stäubt ein reifer Bovist?
Bauchpilze bilden ihre Sporen im Inneren des Fruchtkörpers (Gleba). Bei Reife zerfällt das Fleisch zu einem braunen Sporenpulver, das durch Regentropfen oder Druck als 'Rauch' aus einer Öffnung oder der aufreißenden Hülle entweicht und vom Wind verbreitet wird.

