Buchen-Haargallmücke (mögl.)
Hartigiola annulipes
Steckbrief
Auch: Hairy Beech Gall
Weltweit 2.080 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. 48300 Langogne, France · West Dean, Forest of Dean, England, GB · Cotswold Commons and Beechwoods, Gloucester, England, GB
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Buchen-Haargallmücke (mögl.)
→Was sind die kleinen Kügelchen auf Buchenblättern?
Es sind Pflanzengallen, meist verursacht durch die Buchengallmücke (Mikiola fagi). Das Weibchen legt im Frühjahr ein Ei an das junge Blatt; die Larve regt das Blattgewebe an, eine spitz-eiförmige, harte Galle zu bilden, in der sie geschützt heranwächst.
→Schaden Gallen der Buchengallmücke dem Baum?
Nein, nennenswerter Schaden entsteht nicht. Auch bei starkem Befall bleibt die Rotbuche gesund; die Gallen sind ein natürliches Phänomen und beeinträchtigen weder Wachstum noch Vitalität des Baumes wesentlich.
→Woran erkennt man Mikiola-fagi-Gallen?
Typisch sind einzeln stehende, 5–10 mm große, spitz zulaufende, eiförmige Gallen auf der Blattoberseite, oft mit rötlicher Spitze. Sie sind hart und glatt. Rundlichere, behaarte Gallen stammen dagegen von der Buchen-Haargallmücke (Hartigiola annulipes).
→Wann sind Buchengallen zu sehen?
Von Mai bis in den Herbst. Im Hochsommer sind sie grün-gelblich und voll ausgebildet, im Herbst verfärben sie sich braun und fallen mit der Larve ab, die im Boden überwintert.
→Wo wurde diese Beobachtung gemacht?
In einem sonnigen Buchenmischwald in Südniedersachsen (Raum Solling/Bramwald, um 51,6° N / 10,0° O) an einem klaren Julitag bei rund 20 °C.

