Fliegenpilz
Amanita muscaria
Steckbrief
Auch: Fly Agaric
Weltweit 156.848 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Manny Dr, Miramichi, NB, CA · Dores and Essich, Inverness, Vereinigtes Königreich · Eton Ave, Prince George, BC, CA
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Schutz & Bestand
Giftig, aber nicht geschützt.
Quellen: IUCN Red List, Rote Liste Deutschland (BfN), BNatSchG/BArtSchV. Angaben kuratiert, ohne Gewähr und regional ggf. abweichend — maßgeblich sind BfN/WISIA und die geltenden Gesetze. Kein Rechtsrat.
Häufige Fragen zu Fliegenpilz
→Welcher Pilz hat einen orangeroten Hut und einen weißen Stiel im Bergwald?
Ein leuchtend orange- bis scharlachroter Hut mit weißem, festem Stiel im moosigen Bergwald spricht sehr wahrscheinlich für den Fliegenpilz (Amanita muscaria). Junge Exemplare können die typischen weißen Hüllflocken noch weitgehend geschlossen tragen oder durch Regen verloren haben, wodurch der Hut fast glatt wirkt. Der Fliegenpilz ist giftig und darf nicht verzehrt werden.
→Ist der Fliegenpilz giftig?
Ja. Der Fliegenpilz enthält vor allem Ibotensäure und Muscimol, die auf das zentrale Nervensystem wirken. Der Verzehr kann Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Krämpfe und rauschartige Zustände auslösen. Er ist zwar selten tödlich, gilt aber klar als Giftpilz und sollte niemals gegessen werden.
→Wann und wo wächst der Fliegenpilz?
Der Fliegenpilz erscheint meist von Juli/August bis Oktober und bildet eine Mykorrhiza-Symbiose vor allem mit Birken, Fichten und Kiefern auf eher sauren Böden. Er ist von der Ebene bis in die Gebirgslagen häufig, etwa in lichten Nadel- und Mischwäldern der Alpen wie hier in den Schladminger Tauern.
→Kann man den Fliegenpilz mit essbaren Pilzen verwechseln?
Der leuchtend rote Fliegenpilz kann mit dem essbaren Kaiserling (Amanita caesarea) verwechselt werden, der jedoch goldgelbe Lamellen, einen gelben Stiel und eine große weiße Scheide am Grund besitzt. Weil beide zur giftigen Wulstlingsgattung gehören und tödliche Verwandte haben, sollten rote bis orange Wulstlinge grundsätzlich nicht gesammelt werden.
→Woran erkennt man einen jungen Fliegenpilz?
Ein junger Fliegenpilz hat eine halbkugelig gewölbte, kräftig orangerote bis scharlachrote Kappe, auf der noch weiße Reste der Gesamthülle (Velum) als Flöckchen oder als weißer Kragen kleben. Der Stiel ist weiß, hat einen Ring und eine knollig-warzige Basis mit Hüllresten.
→Wo wächst der Fliegenpilz in den Alpen?
Der Fliegenpilz lebt in Mykorrhiza-Symbiose mit Bäumen wie Fichte und Birke und bevorzugt saure, nährstoffarme Böden. In den Alpen findet man ihn häufig an moosigen Waldrändern, in lichten Nadel- und Mischwäldern von der montanen bis subalpinen Stufe, oft in der Nähe von Totholz und Fichten.
→Kann man den Fliegenpilz mit dem essbaren Kaiserling verwechseln?
Der leuchtend orangerote Kaiserling (Amanita caesarea) ähnelt jungen Fliegenpilzen, hat aber gelbe Lamellen, gelben Stiel und Ring sowie eine glatte Kappe ohne weiße Flocken und wächst in wärmeren Eichenwäldern. In den Tauern ist der Kaiserling kaum zu erwarten – dort dominiert der giftige Fliegenpilz.
→Welcher Pilz hat einen orangeroten Hut mit weißen Flocken im Bergwald?
Ein orangeroter bis roter Hut mit aufsitzenden weißen Velumflocken und weißem Stiel deutet stark auf den Fliegenpilz (Amanita muscaria) hin. Er wächst in Symbiose mit Nadel- und Birkenwäldern und ist in montanen Lagen wie den Schladminger Tauern häufig. Der Pilz ist giftig und nicht essbar.

