Grünblättriger Schwefelkopf
Hypholoma fasciculatum
Häufige Fragen zu Grünblättriger Schwefelkopf
→Welche Pilze wachsen büschelig auf moosigen Baumstümpfen?
Auf morschem, moosbewachsenem Totholz wachsen häufig büschelige Holzpilze wie das Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis), der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) oder der tödlich giftige Gifthäubling (Galerina marginata). Sie zersetzen das Holz und erscheinen oft in dichten Gruppen an derselben Stelle. Ohne mikroskopische oder chemische Prüfung ist eine sichere Trennung dieser Arten kaum möglich.
→Woran erkennt man Stockschwämmchen?
Stockschwämmchen haben honig- bis zimtbraune, im Zentrum hellere Hüte, einen Ring am Stiel und unterhalb des Rings eine schuppig-braune Stielzone. Sie wachsen büschelig auf Laubholz-Stümpfen. Wegen des tödlich ähnlichen Gifthäublings ist die Art nur für erfahrene Kenner sicher zu bestimmen.
→Warum sind kleine braune Pilze auf Holz gefährlich zu sammeln?
Weil mehrere kleine, braune Holzpilze fast identisch aussehen – darunter der tödlich giftige Gifthäubling, der das amanitinhaltige Gift ähnlich dem Grünen Knollenblätterpilz enthält. Schon eine kleine Menge kann lebensbedrohlich sein. Deshalb sollten diese Pilze niemals ohne fundierte Fachkenntnis verzehrt werden.
→Welche Rolle spielt Totholz für Pilze im Wald?
Totholz ist ein Schlüssellebensraum: Holzabbauende Pilze zersetzen das Lignin und die Zellulose morscher Stümpfe und geben Nährstoffe an den Waldboden zurück. Gleichzeitig bietet das feuchte, moosbedeckte Holz Lebensraum für Insekten, Amphibien und weitere Pilze.
→Welche Pilze wachsen büschelig an Baumstümpfen?
Büschelig an Totholz und Baumstümpfen wachsen häufig Schwefelköpfe (Hypholoma), etwa der giftige Grünblättrige Schwefelkopf, sowie das essbare Stockschwämmchen. Sie erscheinen oft in dichten Gruppen aus demselben morschen Holz und sind ein typisches Bild feuchter Laubwälder im Spätsommer und Herbst.
→Ist der Grünblättrige Schwefelkopf giftig?
Ja, der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) ist giftig und schmeckt stark bitter. Der Verzehr führt zu heftigen Magen-Darm-Beschwerden. Er ähnelt dem essbaren Stockschwämmchen, weshalb beim Sammeln höchste Vorsicht geboten ist.
→Was kann man bei der Rhumequelle entdecken?
Die Rhumequelle ist eine der größten Karstquellen Deutschlands und liegt in einem feuchten Laubwald. Hier finden sich morsche Baumstümpfe mit Pilzen, dichte Moospolster, Nacktschnecken und eine artenreiche Totholz-Lebensgemeinschaft – besonders aktiv im feuchten Spätsommer und Herbst.
→Warum sieht man im Spätsommer so viele Nacktschnecken im Wald?
Nacktschnecken wie die Rote Wegschnecke sind bei feuchter, kühler Witterung besonders aktiv. Im Spätsommer und nach Regen kriechen sie über Totholz und Pilze, von denen sie sich teils ernähren. Bei Trockenheit ziehen sie sich dagegen in feuchte Verstecke zurück.

