Riesenporling
Meripilus giganteus
Steckbrief
Auch: Giant Polypore
Weltweit 9.910 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. 60126 Torrette AN, Italia · Ngahere St, Christchurch, Canterbury, NZ · Ngahere St, Christchurch, Canterbury, NZ
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Riesenporling
→Welcher Pilz wächst in großen Fächern am Fuß von Laubbäumen?
Das ist meist der Riesenporling (Meripilus giganteus). Er bildet mächtige, rosettenartige Büschel aus vielen fächerförmigen Hüten am Stammfuß und über den Wurzeln von Laubbäumen, vor allem Buche und Eiche. Die Unterseite trägt feine Poren statt Lamellen.
→Ist der Riesenporling giftig oder essbar?
Der Riesenporling ist nicht giftig und jung sowie durchgegart essbar, gilt aber als minderwertig, weil er schnell zäh und faserig wird. Roh oder im Alter kann er Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Charakteristisch ist, dass das Fleisch bei Druck oder Verletzung nachdunkelt (schwärzt).
→Schadet der Riesenporling dem Baum?
Ja, indirekt. Meripilus giganteus ist ein Schwäche- und Wurzelparasit, der die Wurzeln und den Stammfuß von Laubbäumen abbaut. Befallene Bäume verlieren an Standsicherheit und können bei Sturm umkippen, weshalb der Pilz in Parks als Warnzeichen gilt.
→Wann erscheint der Riesenporling?
Die Fruchtkörper zeigen sich vom Spätsommer bis in den Herbst, meist von Juli bis Oktober. Ein kräftiges Auftreten Anfang August wie hier ist typisch, wenn der beschattete Stammfuß trotz Sommerhitze feucht genug bleibt.
→Wie unterscheidet man Riesenporling und Klapperschwamm?
Beide wachsen büschelig am Stammfuß. Der Riesenporling (Meripilus giganteus) hat größere, derbe, ocker-braune Fächer, die auf Druck schwärzen. Der Klapperschwamm bzw. Maitake (Grifola frondosa) bildet zahlreichere, kleinere, grau-braune Hütchen und schwärzt nicht in dieser Weise.

