Rotbuche
Fagus sylvatica
Steckbrief
Auch: European beech
Weltweit 86.486 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Conway Road, Colwyn Bay, Wales, GB · Pwllycrochan Avenue, Colwyn Bay, Wales, GB · Rydal Penrhos School, Colwyn Bay, Wales, GB
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Rotbuche
→Was sind die kleinen Kügelchen auf Buchenblättern?
Es sind Pflanzengallen, meist verursacht durch die Buchengallmücke (Mikiola fagi). Das Weibchen legt im Frühjahr ein Ei an das junge Blatt; die Larve regt das Blattgewebe an, eine spitz-eiförmige, harte Galle zu bilden, in der sie geschützt heranwächst.
→Schaden Gallen der Buchengallmücke dem Baum?
Nein, nennenswerter Schaden entsteht nicht. Auch bei starkem Befall bleibt die Rotbuche gesund; die Gallen sind ein natürliches Phänomen und beeinträchtigen weder Wachstum noch Vitalität des Baumes wesentlich.
→Woran erkennt man Mikiola-fagi-Gallen?
Typisch sind einzeln stehende, 5–10 mm große, spitz zulaufende, eiförmige Gallen auf der Blattoberseite, oft mit rötlicher Spitze. Sie sind hart und glatt. Rundlichere, behaarte Gallen stammen dagegen von der Buchen-Haargallmücke (Hartigiola annulipes).
→Wann sind Buchengallen zu sehen?
Von Mai bis in den Herbst. Im Hochsommer sind sie grün-gelblich und voll ausgebildet, im Herbst verfärben sie sich braun und fallen mit der Larve ab, die im Boden überwintert.
→Wo wurde diese Beobachtung gemacht?
In einem sonnigen Buchenmischwald in Südniedersachsen (Raum Solling/Bramwald, um 51,6° N / 10,0° O) an einem klaren Julitag bei rund 20 °C.
→Welches Habitat zeigen die Bilder?
Sie zeigen einen naturnahen Mittelgebirgsbach in einem engen, frischgrün belaubten Kerbtal bei Niemetal in Südniedersachsen. Klares, fließendes Wasser über Geröll und Kies, dazu Buchen-Ahorn-Hangwald mit Bärlauch und Farnen kennzeichnen einen kühlen, sauerstoffreichen Lebensraum.
→Welche Pflanzen wachsen am Bachufer im Frühling?
Im Mai prägen Bärlauch (Allium ursinum) mit breiten Blättern, Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) in Trichterform und Moospolster den Uferaspekt. Darüber bilden Rotbuche und Berg-Ahorn mit hellgrünem Austrieb das Kronendach.
→Wie entsteht die seidige Wasseroberfläche auf dem Foto?
Der weiche, fließende Look entsteht durch eine Langzeitbelichtung von 1/2 Sekunde bei Blende f/16 und ISO 50. Die längere Belichtungszeit verwischt die Bewegung des Wassers zu glatten, seidigen Strukturen, während die kleine Blende durchgehende Schärfe liefert.
→Welche Tiere leben in solchen klaren Waldbächen?
Saubere, kühle Mittelgebirgsbäche beherbergen Wasseramsel und Gebirgsstelze als charakteristische Vögel, dazu Feuersalamander, Bachforelle sowie zahlreiche Köcher-, Stein- und Eintagsfliegenlarven als Bioindikatoren guter Wasserqualität.
→Wann ist die beste Zeit für solche Bachaufnahmen?
Ideal ist das frische Frühjahrsgrün im April und Mai, bevor sich das Kronendach schließt. Für ausgewogene Belichtung empfiehlt sich bedeckter Himmel oder die Morgen-/Abendstunden, da das harte Mittagslicht im Wald sehr hohe Kontraste erzeugt.
→Welche Pilze wachsen büschelig an Baumstümpfen?
Büschelig an Totholz und Baumstümpfen wachsen häufig Schwefelköpfe (Hypholoma), etwa der giftige Grünblättrige Schwefelkopf, sowie das essbare Stockschwämmchen. Sie erscheinen oft in dichten Gruppen aus demselben morschen Holz und sind ein typisches Bild feuchter Laubwälder im Spätsommer und Herbst.
→Ist der Grünblättrige Schwefelkopf giftig?
Ja, der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) ist giftig und schmeckt stark bitter. Der Verzehr führt zu heftigen Magen-Darm-Beschwerden. Er ähnelt dem essbaren Stockschwämmchen, weshalb beim Sammeln höchste Vorsicht geboten ist.

