Rotmilan
Milvus milvus
Häufige Fragen zu Rotmilan
→Wie erkennt man einen Rotmilan im Flug?
Der Rotmilan zeigt im Flug einen tief gegabelten, rostroten Schwanz, lange, schmale, deutlich gewinkelte Flügel und auffällig helle, fast weiße Felder ('Fenster') an den Handschwingen-Unterseiten. Der Gesamteindruck ist rötlichbraun mit kontrastreich gebänderten Flügeln und elegantem, wendigem Gleitflug. Der gegabelte Schwanz unterscheidet ihn klar vom Mäusebussard.
→Was unterscheidet Rotmilan und Schwarzmilan?
Der Rotmilan ist insgesamt heller und rostroter gefärbt, hat größere weiße Flügelfenster und einen deutlich tiefer gegabelten Schwanz. Der Schwarzmilan wirkt dunkler, einheitlicher braun und besitzt einen nur flach gekerbten Schwanz. Beide kommen in Auenlandschaften vor, der Rotmilan ist jedoch stärker an offenes Grünland gebunden.
→Wo kann man im Leinepolder Rotmilane beobachten?
Im Naturerlebnis Leinepolder bieten Beobachtungstürme wie der Turm Immensen bei der 'Geschiebesperre' einen guten Überblick über Wiesen und Auwald. Rotmilane jagen hier über extensiv genutztem Grünland, besonders an warmen Vormittagen, wenn Thermik das Kreisen erleichtert. Frisch gemähte Flächen ziehen sie zur Nahrungssuche an.
→Wann ist die beste Zeit, Rotmilane zu fotografieren?
Günstig sind die Vormittagsstunden bei aufkommender Thermik, wenn die Vögel kreisen und gut sichtbar segeln. Bei hellem, bewölktem Himmel ist eine Belichtungskorrektur von etwa +1 bis +2 Blendenstufen nötig, damit die Unterseite nicht als Silhouette absäuft. Die Brutzeit von April bis Juli bietet besonders viel Flugaktivität.
→Ist der Rotmilan in Deutschland selten?
Der Rotmilan ist eine global seltene Art, von der ein großer Teil des Weltbestands in Deutschland brütet – Deutschland trägt damit eine besondere Verantwortung für ihn. Regional ist er in offenen Mittelgebirgs- und Auenlandschaften gut vertreten, gilt aber als geschützt und gefährdet durch Lebensraumverlust und Vergiftungen.
→Woran erkennt man einen Rotmilan im Flug?
Das sicherste Merkmal ist der tief gegabelte, rostrote Schwanz, der bei Flugmanövern wie ein Steuerruder gedreht wird. Hinzu kommen lange, schmale, abgewinkelte Flügel mit großen weißen Feldern an der Unterseite der Handschwingen, ein rostbrauner Körper und ein hell-grauer Kopf. In der Größe übertrifft der Rotmilan den Mäusebussard deutlich.
→Wie unterscheidet sich der Rotmilan vom Schwarzmilan?
Der Rotmilan ist insgesamt rostroter, größer und hat einen deutlich tiefer gegabelten Schwanz sowie auffällige weiße Flügelfenster. Der Schwarzmilan wirkt dunkler, einheitlicher braun und hat einen nur flach gekerbten Schwanz. Auch im Sitzen ist der Rotmilan kontrastreicher gefärbt.
→Warum ist der Leinepolder ein gutes Gebiet für Rotmilane?
Der Leinepolder bietet ein Mosaik aus extensiven Feuchtwiesen, Säumen und Auwald entlang der Leine. Diese halboffene Kulturlandschaft liefert Kleinsäuger, Aas und Regenwürmer und ist sowohl Jagd- als auch Brut- und Rastgebiet. Beobachtungstürme wie an der Geschiebesperre erlauben störungsarmes Beobachten.
→Welche Bedeutung hat Deutschland für den Rotmilan?
Deutschland trägt eine besondere Verantwortung, weil ein großer Teil des Weltbestands des Rotmilans hier brütet. Die Art ist auf strukturreiche Kulturlandschaften angewiesen und gilt als Charaktervogel offener Wiesen- und Feldfluren. Schutzgebiete und extensive Bewirtschaftung sind für sie zentral.
→Wann kann man Rotmilane am besten beobachten?
Von März bis August sind Rotmilane in ihren Brutgebieten aktiv, mit guter Sichtbarkeit an warmen, leicht windigen Tagen, wenn sie über offenem Gelände kreisen. Der späte Vormittag mit aufkommender Thermik ist günstig. Im Winter ziehen viele Vögel ab, wenngleich zunehmend Tiere in Mitteleuropa überwintern.

