Schleierlinge (Gattung)
Cortinarius spec.
Steckbrief
Auch: deadly webcap
Weltweit 1.367 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Forfar, Scotland, GB · 611 95 Nyköping, Sverige · Baden-Württemberg, DE
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Schleierlinge (Gattung)
→Welche Pilze haben rostbraune Lamellen wie auf diesem Foto?
Rostbraune bis zimtfarbene Lamellen in Verbindung mit einem rotbraunen Hut und faserigem Stiel sind ein typisches Merkmal der Gattung Schleierlinge (Cortinarius). Das rostbraune Sporenpulver färbt reife Lamellen und oft auch den Stielring ein. Diese Gattung ist sehr artenreich und für Laien schwer zu unterscheiden.
→Sind Schleierlinge (Cortinarius) giftig?
Viele Schleierlinge sind ungenießbar, und einige sind tödlich giftig. Besonders gefährlich sind der Spitzgebuckelte Raukopf (Cortinarius rubellus) und der Orangefuchsige Raukopf (C. orellanus), die das Nierengift Orellanin enthalten. Symptome können erst Tage bis Wochen nach dem Verzehr auftreten, weshalb von einem Verzehr dringend abzuraten ist.
→Warum trocknet man Pilze auf Zeitungspapier?
Zeitungspapier saugt Feuchtigkeit auf und lässt Luft an die Fruchtkörper, was das Trocknen beschleunigt. Für Speisepilze ist das üblich – bei nicht sicher bestimmten Pilzen sollte man sie jedoch nicht zum Verzehr vorbereiten. Manche rotbraune Schleierlinge (Dermocybe) werden stattdessen zum Färben von Wolle verwendet.
→Woran erkenne ich die Gattung Cortinarius?
Junge Schleierlinge besitzen eine spinnwebartige Teilhülle (Cortina) zwischen Hutrand und Stiel, die später nur als faserige Ringzone zurückbleibt. Dazu kommen rostbraunes Sporenpulver und oft erdig-rotbraune bis purpurne Farbtöne. Die sichere Artbestimmung ist selbst für Fortgeschrittene anspruchsvoll.

