Steinmarder (Losung)
Martes foina
Steckbrief
Auch: Stone Marten
Weltweit 9.197 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Touchovice 89, 440 01 Hřivice-Louny 1, Česko · Strada Donath, Cluj-Napoca, Cluj, RO · Gelsenkirchen Marschallstr., 45889 Gelsenkirchen, Germany
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Steinmarder (Losung)
→Von welchem Tier stammt ein Kothaufen voller Kirschkerne?
Ein Haufen aus dunkler Pulpe voller ganzer Kirschkerne stammt typischerweise von einem fruchtfressenden Beutegreifer wie dem Steinmarder oder Fuchs. Im Hochsommer fressen diese Tiere große Mengen reifer Kirschen; die harten Steinkerne werden unverdaut ausgeschieden und bilden dann fast die gesamte Losung.
→Warum sind in der Losung Schleim und feine Fäden zu sehen?
Der Schleim ist teils Verdauungsrest, teils entsteht er durch beginnende Zersetzung. Die feinen, spinnwebartigen Fäden sind meist Pilz-/Schimmelmyzel oder eingewehte Spinnenseide, die den bereits mehrere Tage alten Haufen überzieht.
→Warum liegt Marderlosung oft frei auf Wegen oder Mauern?
Marder setzen ihren Kot bevorzugt an exponierten, gut sichtbaren Stellen wie Wegen, Mauern oder Dachbereichen ab. Diese Latrinen dienen der Reviermarkierung und Kommunikation innerhalb der Art.
→Ist so ein Kothaufen für Kinder gefährlich?
Zum Anschauen ist er ungefährlich, doch Wildtierkot kann Krankheitserreger und Parasiten enthalten. Kinder und Haustiere sollten ihn nicht berühren, und nach Naturkontakt sollten die Hände gewaschen werden.
→Wann findet man Losung voller Kirschkerne?
Vor allem von Ende Juni bis August, während der Kirschenreife. In dieser Zeit dominiert Fallobst den Speiseplan vieler Allesfresser, weshalb die Losung dann fast ausschließlich aus Steinkernen besteht.
→Von welchem Tier stammt schwarze, gedrehte Losung mit Obstkernen am Wegrand?
Eine dunkle, spiralig gedrehte, glänzende Losung mit zugespitzten Enden und vielen ganzen Obst- bzw. Kirschkernen stammt sehr wahrscheinlich von einem Marder, am ehesten dem Steinmarder. Im Spätsommer ernähren sich Marder stark von Früchten, was die Kerne im Kot erklärt. Eine Verwechslung mit Fuchslosung ist möglich, da auch Füchse zu dieser Jahreszeit viel Obst fressen.
→Warum legen Marder ihren Kot oft auf erhöhte oder auffällige Stellen?
Marder setzen ihre Losung gezielt als Duftmarkierung an gut wahrnehmbaren Punkten ab – etwa auf Grasbüscheln, Steinen, Wegrändern oder erhöhten Strukturen. Damit markieren sie Reviergrenzen und kommunizieren mit Artgenossen. Deshalb findet man Marderkot häufig an exponierten Stellen entlang von Wegen.
→Wie unterscheidet man Marderkot von Fuchskot?
Marderlosung ist meist dünner, stärker gedreht und an beiden Enden zugespitzt, oft glänzend und mit deutlichem Anteil an Früchten, Kernen oder Haaren. Fuchslosung ist tendenziell etwas dicker, wurstförmiger und endet in einem typisch ausgezogenen, verdrehten Zipfel. Im Spätsommer ähneln sich beide stark, weil beide Arten dann viel Obst fressen – eine sichere Trennung ist im Feld oft schwierig.
→Ist Tierkot im Wald für Kinder gefährlich?
Beim bloßen Anschauen besteht keine Gefahr. Ein Risiko entsteht nur durch direkten Kontakt oder Verschlucken, da Kot von Fuchs oder Marder Parasiten wie den Fuchsbandwurm enthalten kann. Es genügt, den Kot nicht zu berühren und nach dem Spaziergang die Hände zu waschen.

