Amphibien & Reptilien
4 Beobachtungen
Häufige Fragen
→Welche Schlange ist auf Fischland an der Ostsee zu sehen?
Sehr wahrscheinlich eine Ringelnatter (Natrix natrix). Sie ist an ihrem hellen Fleck bzw. Band im Nacken hinter dem Kopf erkennbar und in Küsten- und Feuchtlebensräumen der südlichen Ostsee weit verbreitet. Ringelnattern sind ungiftig und für den Menschen harmlos.
→Ist die Ringelnatter giftig oder gefährlich?
Nein. Die Ringelnatter ist ungiftig und völlig harmlos. Bei Bedrohung flieht sie, zischt, stellt sich mitunter tot oder sondert ein übel riechendes Sekret ab, beißt aber praktisch nicht. Sie steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht gefangen oder gestört werden.
→Woran erkennt man eine Ringelnatter?
Typisch sind die zwei hellen, oft gelblichen bis weißen Halbmond- oder Nackenflecken direkt hinter dem Kopf, runde Pupillen und ein meist grau bis oliv gefärbter Körper. Anders als die giftige Kreuzotter fehlt das dunkle Zickzackband auf dem Rücken.
→Warum schimmert die Schlange bläulich-milchig?
Ein milchig-blauer, trüber Schimmer von Körper und Augen tritt bei Schlangen kurz vor der Häutung auf. In dieser Phase löst sich die alte Hautschicht ab, wodurch die Färbung matt und blaustichig wirkt – nach dem Abstreifen der Haut erscheint das Tier wieder klar gezeichnet.
→Wo lebt die Ringelnatter?
Ringelnattern bevorzugen feuchte, gewässernahe Lebensräume wie Ufer, Feuchtwiesen, Gräben und deckungsreiche Wegränder mit Totholz und Laubstreu. Als Amphibienjäger sind sie auf die Nähe von Fröschen und Kröten angewiesen und daher häufig in Küsten- und Moorlandschaften wie auf dem Fischland anzutreffen.
→Woran erkenne ich eine Erdkröte sicher?
Die Erdkröte (Bufo bufo) hat eine gedrungene, plumpe Gestalt mit stark warziger, trockener Haut, waagerecht geschlitzten Pupillen mit kupfer- bis goldfarbener Iris und deutlich hervortretenden Parotiden (Ohrdrüsen) hinter den Augen. Sie hüpft nicht wie ein Frosch, sondern läuft meist krabbelnd. Anders als Grasfrösche ist ihre Haut trocken-warzig statt glatt-feucht.
→Ist die Erdkröte giftig oder gefährlich für Menschen?
Erdkröten geben über Hautdrüsen und die Parotiden hinter den Augen ein mild reizendes Bufotoxin ab. Für Menschen ist der Hautkontakt ungefährlich, es kann aber Augen und Schleimhäute reizen. Nach dem Anfassen sollte man daher die Hände waschen. Für kleine Haustiere, die die Kröte ins Maul nehmen, kann das Sekret unangenehm sein.
→Wann und wo sieht man Erdkröten am ehesten?
Außerhalb der Laichzeit sind Erdkröten dämmerungs- und nachtaktive Landtiere, die feuchte Wälder, Wiesen und Gärten bewohnen. Besonders nach Regen im Sommer und Herbst sind sie tagsüber aktiv. Im zeitigen Frühjahr wandern sie in großer Zahl zu ihren Laichgewässern zurück.
→Wie fotografiere ich eine Kröte am besten?
Am besten gelingt das Foto auf Augenhöhe mit dem Tier, bei weichem, bedecktem Licht, das die glänzende Haut ohne harte Reflexe zeigt. Eine niedrige Perspektive nahe am Boden und ein Fokus auf das Auge geben Charakter. Man sollte langsam agieren, da Kröten bei ruhigem Verhalten oft lange sitzen bleiben.
→Welche Eidechse ist auf dem Bild zu sehen?
Sehr wahrscheinlich eine Waldeidechse (Zootoca vivipara). Dafür sprechen die einheitlich braune Grundfärbung, der kräftige, lange Schwanz, die kurzen Beine und die relativ gedrungene Kopfform. Eine sichere Bestimmung ist am Einzelbild jedoch nicht garantiert.
→Ist die Waldeidechse giftig oder gefährlich?
Nein. Die Waldeidechse ist völlig harmlos, ungiftig und sehr scheu. Sie flieht bei Annäherung sofort und beißt Menschen praktisch nie. Sie steht allerdings unter Naturschutz und darf nicht gefangen werden.
→Warum liegt eine Eidechse auf einem sonnigen Weg?
Eidechsen sind wechselwarm und können ihre Körpertemperatur nicht selbst erzeugen. Sie nutzen sonnenbeschienene, wärmespeichernde Flächen wie Steine, Kies oder Wege, um sich aufzuheizen und aktiv zu werden.
Beobachtungen
Ringelnatter am Ostsee-Wegesrand auf Fischland
Natrix natrix
Erdkröte im nassen Gras – Nahaufnahme nach Regen
Bufo bufo
Waldeidechse sonnt sich auf Kiesweg – Reptilien-Porträt
Zootoca vivipara
Europäischer Laubfrosch auf dunklem Fels – Makro-Porträt
Hyla arborea

