Vögel
9 Beobachtungen
Häufige Fragen
→Welche Möwe hat ein braun geschecktes Gefieder und rosa Beine?
Das braun-weiß gescheckte Gefieder mit kräftig dunklem Schnabel und hellrosa Beinen ist typisch für eine junge Silbermöwe (Larus argentatus) im ersten Jahr. Silbermöwen brauchen rund vier Jahre, bis sie das graue Rückengefieder und den gelben Schnabel der Altvögel ausbilden. Sehr ähnliche Jungvögel haben auch Mittelmeer- und Heringsmöwe, weshalb eine Bestimmung am Strand oft nur mit Vorbehalt gelingt.
→Warum sehen junge Möwen so anders aus als erwachsene?
Junge Großmöwen tragen ein tarnendes, braun geschecktes Jugendkleid, das sie am Boden und im Schwarm unauffällig macht. Erst über mehrere Mauserzyklen und Jahre wechseln sie zum kontrastreichen Grau-Weiß der Altvögel. Bei der Silbermöwe dauert dieser Übergang etwa vier Jahre.
→Wo kann man an der Ostsee Möwen aus der Nähe beobachten?
An Seebrücken, Stegen und Strandpromenaden wie der Seebrücke Wustrow auf dem Fischland sind Silber- und Sturmmöwen oft sehr zutraulich und lassen sich aus wenigen Metern beobachten. Sie nutzen Geländer und Pfähle als Ansitz und Aussichtspunkt über dem Wasser. Füttern sollte man sie nicht, um ihr natürliches Verhalten nicht zu stören.
→Ist es gefährlich, mit Kindern auf einer Seebrücke Möwen zu beobachten?
Die Beobachtung selbst ist harmlos, das Hauptrisiko ist das tiefe, offene Wasser unter der Brücke. Kinder sollten am Geländer beaufsichtigt werden und nicht klettern. Möwen sind ungefährlich, können aber beim Füttern nach Essen schnappen – daher besser nur aus Abstand zuschauen.
→Welche Schwanenart ist auf den Fotos zu sehen?
Es handelt sich um Höckerschwäne (Cygnus olor). Der Altvogel ist am leuchtend orangefarbenen Schnabel mit dem schwarzen Höcker an der Schnabelbasis zu erkennen, die graubraunen Jungtiere sind die diesjährigen Jungschwäne (Cygnets).
→Warum sind junge Schwäne grau und nicht weiß?
Junge Höckerschwäne tragen ein graubraunes Jugendkleid mit dunklem Schnabel. Diese Tarnfärbung schützt sie am Ufer vor Fressfeinden. Erst im Lauf des ersten Lebensjahres mausern sie ins weiße Adultgefieder und bekommen den orangen Schnabel.
→Wann brüten Höckerschwäne und wie lange bleiben die Jungen bei den Eltern?
Höckerschwäne brüten meist ab April/Mai. Die Familie bleibt den ganzen Sommer als Verband zusammen; Anfang August sind die Jungen wie hier mehrere Wochen alt und noch grau gefiedert. Erst im Spätherbst oder Winter lösen sich die Familienbindungen.
→Welches Habitat brauchen Höckerschwäne zur Aufzucht?
Höckerschwäne bevorzugen nährstoffreiche, ruhige Stillgewässer und langsam fließende Flüsse mit ausgedehnter Ufer- und Verlandungsvegetation. Schilf, Seggen und Wasserpflanzen liefern Deckung und Nahrung; flache Uferinseln dienen als Ruhe- und Rastplätze für die Familie.
→Wie nah darf man Schwänen mit Jungen kommen?
Man sollte deutlich Abstand halten (mindestens 20-30 Meter). Führende Höckerschwäne verteidigen ihre Jungen aggressiv mit Flügelschlägen und Schnabelhieben. Beobachtung und Fotografie gelingen am besten aus der Distanz mit einem Teleobjektiv.
→Wie erkennt man einen Rotmilan im Flug?
Der Rotmilan zeigt im Flug einen tief gegabelten, rostroten Schwanz, lange, schmale, deutlich gewinkelte Flügel und auffällig helle, fast weiße Felder ('Fenster') an den Handschwingen-Unterseiten. Der Gesamteindruck ist rötlichbraun mit kontrastreich gebänderten Flügeln und elegantem, wendigem Gleitflug. Der gegabelte Schwanz unterscheidet ihn klar vom Mäusebussard.
→Was unterscheidet Rotmilan und Schwarzmilan?
Der Rotmilan ist insgesamt heller und rostroter gefärbt, hat größere weiße Flügelfenster und einen deutlich tiefer gegabelten Schwanz. Der Schwarzmilan wirkt dunkler, einheitlicher braun und besitzt einen nur flach gekerbten Schwanz. Beide kommen in Auenlandschaften vor, der Rotmilan ist jedoch stärker an offenes Grünland gebunden.
→Wo kann man im Leinepolder Rotmilane beobachten?
Im Naturerlebnis Leinepolder bieten Beobachtungstürme wie der Turm Immensen bei der 'Geschiebesperre' einen guten Überblick über Wiesen und Auwald. Rotmilane jagen hier über extensiv genutztem Grünland, besonders an warmen Vormittagen, wenn Thermik das Kreisen erleichtert. Frisch gemähte Flächen ziehen sie zur Nahrungssuche an.
Beobachtungen
Junge Silbermöwe auf der Seebrücke Wustrow an der Ostsee
Larus argentatus
Höckerschwan-Familie mit Jungvögeln am Teich bei Morschen
Cygnus olor
Rotmilane über dem Leinepolder – Greifvögel im Flug
Milvus milvus
Rotmilane über dem Leinepolder – Flugbild zweier Greife
Milvus milvus
Stockenten-Erpel im Schilf: Tarnung am Bachufer im Bratental
Anas platyrhynchos
Mäusebussard im Segelflug über dem Bratental
Buteo buteo
Eisvogel am Uferast im Morgenlicht
Alcedo atthis
Waldkauz am Wegesrand entdeckt
Strix aluco
Buchfink am Wegesrand entdeckt
Fringilla coelebs

