Jakobskrautbär (Raupe)
Tyria jacobaeae
Steckbrief
Auch: Cinnabar moth
Weltweit 43.354 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Great Clifton · Wolverhampton, England, GB · Bevan Place, Cardiff, Wales, GB
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Jakobskrautbär (Raupe)
→Welche Raupe ist schwarz-orange geringelt?
Eine auffällig schwarz-orange (bzw. schwarz-gelb) quergeringelte Raupe ist fast immer die Raupe des Jakobskrautbären (Tyria jacobaeae), auch Blutbär genannt. Die grelle Ringelung ist eine Warntracht (Aposematismus). Man findet sie von Juni bis August meist an Jakobs-Greiskraut.
→Was wird aus der schwarz-orangen Raupe?
Aus der Raupe entwickelt sich der Jakobskrautbär bzw. Blutbär, ein tag- und nachtaktiver Bärenspinner. Der fertige Falter hat schiefergraue Vorderflügel mit leuchtend roten Streifen und Punkten sowie rote Hinterflügel. Er fliegt vor allem von Mai bis Juli.
→Ist die Jakobskrautbär-Raupe giftig?
Ja, sie ist bei Verzehr giftig. Die Raupe frisst Jakobs-Greiskraut und lagert dessen Pyrrolizidin-Alkaloide im Körper ein, wodurch sie für Fressfeinde ungenießbar wird. Für Menschen ist reines Anfassen ungefährlich, verschluckt werden sollte sie aber nicht.
→Warum sieht man diese Raupen im Juli an Wegen und Promenaden?
Im Juli sind die Larven im letzten Stadium und wandern oft von der abgefressenen Futterpflanze über offene Flächen wie Wege oder Promenaden, um neue Nahrung oder einen Verpuppungsplatz zu suchen. Deshalb trifft man sie dann auch fernab der Pflanze auf Asphalt an – etwa in Küstenorten an der Ostsee.

