Jakobskrautbär-Raupe an der Ostsee: schwarz-orange Warntracht
Schwarz-orange geringelte Raupe des Jakobskrautbären auf grauem, kieseligem Asphalt.

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Detail-Lupe

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- 1
Kopfkapsel
Vorne sitzt der glänzend schwarze Kopf – damit knabbert die Raupe ihre giftigen Lieblingsblätter ab.
Fachlich: Trägt die kräftigen Mundwerkzeuge, mit denen die Raupe die Blätter des Jakobs-Greiskrauts abbeißt.
- 2
Warntracht-Ringelung
Die grellen Ringe rufen den Vögeln quasi zu: Finger weg, ich schmecke eklig und bin giftig!
Fachlich: Die kontrastreichen schwarz-orangen Querringe signalisieren Fressfeinden die Giftigkeit der Raupe (Aposematismus).
- 3
Bauchbeine (Nachschieber)
Hinten hat die Raupe weiche Klammerfüßchen, mit denen sie sich richtig festhält und vorwärtsschiebt.
Fachlich: Die fleischigen Nachschieber am Hinterleib geben Halt auf Pflanze und Untergrund und ermöglichen die kriechende Fortbewegung.
- 4
Körperborsten
Wenn du genau hinschaust, stehen kleine Härchen ab – die fühlen für die Raupe wie feine Antennen.
Fachlich: Feine, einzeln stehende Borsten dienen als Tastsinnesorgane und leichter Schutz.
Story & Hintergrund
Mitten auf dem grauen Küstenweg leuchtet ein schwarz-orange geringeltes Etwas – eine Raupe, die im Ostseesommer keine Tarnung nötig hat, weil ihre Farben eine deutliche Warnung sind.
Das gestreifte Rätsel auf dem Ostseeweg
Auf einer gemächlichen Wanderung im Ostseeurlaub legte die Familie an einem kieseligen Weg eine kleine Naturpause ein – und mitten auf dem grauen Belag kroch etwas leuchtend Schwarz-Oranges. „Guck mal, ein Tiger im Miniformat!", entfuhr es einem der Kinder, und schon kauerten alle im Kreis um die geringelte Raupe.
Gemeinsam wurde gerätselt: Warum ist sie so bunt, wenn sie doch damit jeder sieht? Genau das ist der Trick – die grellen Ringe sind ein Warnschild. Die Raupe des Jakobskrautbären frisst giftiges Jakobs-Greiskraut und wird davon selbst ungenießbar, was Vögel längst gelernt haben. Mitte Juli sind solche Raupen unterwegs, um sich später zu verpuppen.
Dass aus dem kleinen Krabbler einmal ein Falter mit rot leuchtenden Flügeln wird, sorgte für staunende Gesichter. Vorsichtig ließ die Familie die Raupe ihren Weg zum grünen Wegrand fortsetzen – ein kleines Abenteuer, das den Urlaubstag um eine gemeinsame Entdeckung reicher machte.
Arten, Lebensraum, Schutz & Fundort
Steckbrief
Tyria jacobaeae
Aktuelle Sichtungen

23. Juli 2026
Great Clifton
@magicmjk
no rights reserved

23. Juli 2026
Wolverhampton, England, GB
@delrington
(c) David Elrington, some rights reserved (CC BY)

23. Juli 2026
Bevan Place, Cardiff, Wales, GB
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(c) Jose Gutierrez Higa, some rights reserved (CC BY)

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@gwheelereb
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23. Juli 2026
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(c) Rob Drake, some rights reserved (CC BY)
Fotos: iNaturalist-Community (nur kommerziell nutzbare CC-Lizenzen), Urheber je Bild genannt.
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Tierwelt
- Raupe des Jakobskrautbären
Pflanzenwelt
- Moosbewachsene Pflasterfuge
Habitat & Struktur
- Asphalt- bzw. Betonpflaster mit eingebetteten Kieseln
Aufnahmebedingungen
Aufnahmebedingungen
13. Juli 2026 um 09:27 Uhr · Hochsommer, Mitte Juli
Phänologie:Die Raupen des Jakobskrautbären erscheinen von Juni bis August – Mitte Juli ist also genau die Hauptzeit. Voll ausgefärbte, gut gewachsene Raupen wie hier deuten auf ein spätes Larvenstadium hin, das bald in die Bodenstreu zur Verpuppung abwandert. Der Fund an der Ostseeküste passt gut, da die Futterpflanze auf sandigen, ruderalen Küstenstandorten häufig ist.
Beobachtung
Habitat & Szene
Aufgenommen auf einem grauen, mit hellen Kieseln durchsetzten Asphalt- bzw. Betonweg, wie er an Küstenpromenaden und Ferienorten üblich ist. Zwischen den Platten zieht sich eine moosbewachsene, feuchte Fuge. Solche Wege liegen typischerweise nahe an ruderalen Randstreifen, wo Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) – die Futterpflanze der Raupe – wächst. Die Raupe war offensichtlich vom nahen Krautsaum auf den offenen Weg gewandert, um sich zu verpuppen oder eine neue Nahrungspflanze zu suchen.
Licht & Stimmung
Weiches, leicht diffuses Vormittagslicht (Aufnahmezeit ~9:30 Uhr Ortszeit im Juli), das die warmen Orangetöne der Raupe kräftig gegen den kühlgrauen Untergrund setzt. Kein hartes Schlagschatten-Clipping, ruhige, dokumentarische Stimmung.
Komposition
Die Raupe ist als klares Hauptmotiv mittig-rechts platziert, die diagonale Pflasterfuge links bringt Struktur und Tiefe ins Bild. Das Smartphone-Weitwinkel (2 mm, f/1.7) hält bei diesem Abstand fast alles scharf; die feine Körperzeichnung kommt gut heraus, wenngleich echte Makro-Details (Borsten, Stigmen) an der Auflösungsgrenze liegen.
Notiz des Beobachters
Beim Ostseeurlaub im Juli fanden wir diese schön gemusterte Raupe und fragten uns, was für ein Tier daraus wird.
Während eines Familienurlaubs an der Ostsee wurde diese auffällig schwarz-orange geringelte Raupe mitten im Juli auf einem Weg entdeckt. Die Familie rätselte über das hübsche Muster und darüber, was für ein Tier daraus einmal wird – es handelt sich um die Raupe des Jakobskrautbären, aus der später der rot-schwarze Blutbär-Falter schlüpft.
Kinder-Modus, Sicherheit & Touren
Eine spannende, ungefährlich zu beobachtende Raupe – interessant, aber nicht zum Anfassen-und-Ablecken. Die grelle Färbung ist ein natürliches Warnsignal für ihre Giftigkeit bei Verzehr.
Für diesen Ausflug mitdenken:
- Jakobskrautbär-Raupe (giftig bei Verzehr)mittelUmgebung
Die Raupe reichert aus ihrer Futterpflanze (Jakobs-Greiskraut) giftige Pyrrolizidin-Alkaloide an und ist dadurch selbst ungenießbar bis giftig. Die auffällige schwarz-orange Warntracht signalisiert genau das. Bei bloßem Anfassen droht in der Regel keine Vergiftung, wohl aber beim Verschlucken.
Tipp: Die Raupe nur anschauen, nicht in den Mund nehmen und nach dem Berühren die Hände waschen. Kleine Kinder ruhig begleiten und das Tier danach in Ruhe lassen.
Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.
Coaching, Kamera-Setup & Ausrüstung
Foto-Coaching
Kreativ- & Technik-Match
6.5/10
Eine klare, gut belichtete Dokumentaraufnahme, die die Art sofort bestimmbar macht – mit etwas mehr Nähe und Ruhe wird daraus ein echtes Makro-Highlight.
Technik
6/10
Bei 1/252 s und ISO 97 ist die Raupe verwacklungsfrei und rauscharm festgehalten, nur echte Makro-Detailschärfe fehlt dem Weitwinkel-Smartphone.
Licht
7/10
Weiches Vormittagslicht ohne ausgefressene Lichter lässt die Orangetöne kräftig gegen den grauen Untergrund wirken.
Komposition
6/10
Motiv klar erkennbar, die diagonale Fuge gibt Struktur – die Perspektive von schräg oben bleibt aber etwas distanziert.
StärkeBelichtung
1/252 s bei ISO 97 – die Raupe ist scharf und rauscharm eingefangen, das Muster kommt sauber heraus.
Tipp: Genau so weitermachen: kurze Zeiten aus der Hand sichern die Zeichnung solcher Kleintiere zuverlässig.
PotenzialAufnahmeabstand
Das 2-mm-Weitwinkel wurde nah geführt, echte Makro-Details wie Borsten und Stigmen liegen aber an der Auflösungsgrenze.
Tipp: Noch etwas näher gehen oder den Makro-/Tele-Modus des Pixel nutzen, dann treten Kopfkapsel und Segmente plastischer hervor.
PotenzialPerspektive
Die Aufnahme entstand steil von oben, wodurch die Raupe flach auf dem Weg liegt.
Tipp: Auf Augenhöhe der Raupe herabgehen – die seitliche Ansicht mit Blick auf Kopf und Körperbögen wirkt lebendiger.
PotenzialHintergrund
Der gefleckte Asphalt ist unruhig und lenkt leicht vom Motiv ab.
Tipp: Einen ruhigeren Bildausschnitt oder eine gleichmäßigere Fläche als Untergrund wählen, um die Raupe stärker freizustellen.
Subjektive Einschätzung eines KI-Foto-Coachs — als Anregung gedacht, nicht als Urteil.
Kamera-Setup
Google Pixel 9 Pro, Hauptkamera 2 mm f/1,7, 1/252 s, ISO 97 – schnelle Vormittags-Handaufnahme aus der Nähe.
Fototechnik
Die kurze Naheinstellung des Pixel-Weitwinkels (2 mm, f/1,7) bringt die geringelte Körperzeichnung formatfüllend heraus; die offene Blende sorgt am Nahpunkt für leicht weichere Bildränder, während die Raupe selbst scharf bleibt.
Passende Ausrüstung
Clip-on Makrolinse fürs Smartphone
Holt bei Kleintieren wie dieser Raupe deutlich mehr Detail aus dem Pixel heraus, ohne extra Kamera.
AnzeigeMakro Clip Objektiv SmartphoneFaltbarer Reflektor/Diffusor klein
Mildert im Vormittagslicht harte Schatten und setzt die orange Warntracht gleichmäßiger in Szene.
AnzeigeDiffusor Reflektor Makrofotografie kleinInsekten-Bestimmungsbuch Mitteleuropa
Hilft der Familie, Raupe und späteren Falter im Urlaub selbst zuzuordnen.
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Häufige Fragen
→Welche Raupe ist schwarz-orange geringelt?
Eine auffällig schwarz-orange (bzw. schwarz-gelb) quergeringelte Raupe ist fast immer die Raupe des Jakobskrautbären (Tyria jacobaeae), auch Blutbär genannt. Die grelle Ringelung ist eine Warntracht (Aposematismus). Man findet sie von Juni bis August meist an Jakobs-Greiskraut.
→Was wird aus der schwarz-orangen Raupe?
Aus der Raupe entwickelt sich der Jakobskrautbär bzw. Blutbär, ein tag- und nachtaktiver Bärenspinner. Der fertige Falter hat schiefergraue Vorderflügel mit leuchtend roten Streifen und Punkten sowie rote Hinterflügel. Er fliegt vor allem von Mai bis Juli.
→Ist die Jakobskrautbär-Raupe giftig?
Ja, sie ist bei Verzehr giftig. Die Raupe frisst Jakobs-Greiskraut und lagert dessen Pyrrolizidin-Alkaloide im Körper ein, wodurch sie für Fressfeinde ungenießbar wird. Für Menschen ist reines Anfassen ungefährlich, verschluckt werden sollte sie aber nicht.
→Warum sieht man diese Raupen im Juli an Wegen und Promenaden?
Im Juli sind die Larven im letzten Stadium und wandern oft von der abgefressenen Futterpflanze über offene Flächen wie Wege oder Promenaden, um neue Nahrung oder einen Verpuppungsplatz zu suchen. Deshalb trifft man sie dann auch fernab der Pflanze auf Asphalt an – etwa in Küstenorten an der Ostsee.

