Kahler Krempling
Paxillus involutus
Steckbrief
Auch: Brown Roll-Rim
Weltweit 25.897 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Lisse, Nederland · Lisse, Nederland · Lisse, Nederland
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Kahler Krempling
→Welcher Pilz hat einen eingerollten Hutrand und braun fleckende Lamellen?
Das ist typischerweise der Kahle Krempling (Paxillus involutus). Kennzeichnend sind der lange eingerollte, gerippte Hutrand, der trichterförmig vertiefte ocker- bis gelbbraune Hut und die herablaufenden, gedrängten Lamellen, die sich auf Druck braun verfärben. Er wächst von Sommer bis Spätherbst in Laub- und Nadelwäldern.
→Ist der Kahle Krempling giftig?
Ja. Der Kahle Krempling gilt heute als giftig. Roh ist er stark giftig, und auch nach dem Garen kann er das sogenannte Paxillus-Syndrom auslösen – eine Immunreaktion, die rote Blutkörperchen zerstört und lebensbedrohlich verlaufen kann. Von einem Verzehr wird dringend abgeraten.
→Woran erkennt man den Kahlen Krempling im Herbst?
Man erkennt ihn am filzig-samtigen, ocker- bis rostbraunen Hut, der im Alter trichterförmig einsinkt, am auffällig lange eingerollten und gerippten Hutrand sowie an den herablaufenden, weich ablösbaren Lamellen, die bei Berührung braun anlaufen. Er steht oft einzeln oder in kleinen Gruppen auf moosigem, saurem Waldboden.
→Wo wächst der Kahle Krempling?
Der Kahle Krempling wächst von Juli bis November in Laub- und Nadelwäldern, Parks und an Waldrändern, bevorzugt auf frischen bis feuchten, eher sauren Böden. Er bildet Mykorrhiza mit vielen Bäumen wie Birke, Eiche und Fichte und erscheint häufig in Moos oder Laubstreu.

