Naturbeobachter
Pflanzen & PilzemakroSpätherbst (Ende Oktober)

Kahler Krempling im Moos – giftiger Herbstpilz unter Eichen

Zwei Kahle Kremplinge mit eingerolltem Hutrand und ockerfarbenen Lamellen auf Moos zwischen Eichenlaub.

02. November 2026KI-BestimmungRadar-Scan aktivPhänologie-TrefferBiotop-Knoten
Zwei Kahle Kremplinge mit eingerolltem Hutrand und ockerfarbenen Lamellen auf Moos zwischen Eichenlaub. — Foto 1

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Was du hier entdecken kannst

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Detail-Lupe

Zwei Kahle Kremplinge mit eingerolltem Hutrand und ockerfarbenen Lamellen auf Moos zwischen Eichenlaub.

🔍 4 Details — antippen zum Entdecken

  1. 1

    Hutoberseite (filzig-eingedellt)

    Siehst du die kleine Delle in der Mitte? Da sammelt sich bei Regen oft ein winziger Wassertropfen wie in einer Schale.

    Fachlich: Der ocker- bis rostbraune, im Alter trichterförmig vertiefte Hut schützt das Sporenlager und zeigt die samtig-filzige Huthaut der Art.

  2. 2

    Eingerollter Hutrand (involut)

    Der Rand ist wie ein eingerollter Teppich – daran erkennst du diesen Pilz ganz sicher.

    Fachlich: Der lange nach unten eingerollte, fein gerippte Rand ist das namensgebende Schlüsselmerkmal von Paxillus involutus.

  3. 3

    Herablaufende Lamellen

    Diese feinen Blätter unter dem Hut werden braun, wenn man sie anfasst – wie ein Pilz, der errötet.

    Fachlich: Die gedrängten, am Stiel herablaufenden und leicht ablösbaren Lamellen tragen die Sporen und verfärben sich auf Druck braun.

  4. 4

    Stielansatz

    Hier steckt der Pilz im Boden fest – unter der Erde hat er ein riesiges, unsichtbares Fadennetz.

    Fachlich: Der kurze, zum Grund verjüngte Stiel verankert den Fruchtkörper und verbindet ihn mit dem Pilzgeflecht im Boden.

Geschichte

Story & Hintergrund

Zwischen leuchtendem Moos und braun gelocktem Eichenlaub kauern zwei Kremplinge – einer zeigt den eingerollten Hutrand, der andere entblößt seine ockerfarbenen Lamellen.
Natur & Bestimmung

Arten, Lebensraum, Schutz & Fundort

Besonderheit

Ende Oktober ist für den Kahlen Krempling in Mitteleuropa Hauptsaison – die Art fruktifiziert von Sommer bis in den späten Herbst und profitiert von der feuchten, kühlen Witterung. Die Sichtung passt saisonal exakt.

Steckbrief

Paxillus involutus

Warum diese Bestimmung?

Warum Kahler Krempling?

Sichtbare Merkmale, die die Bestimmung tragen — nachvollziehbar statt Blackbox.

  • 1Lange eingerollter, gerippter Hutrand — Der dauerhaft involute Rand ist das namensgebende Hauptmerkmal des Kahlen Kremplings.
  • 2Herablaufende, gedrängte und ablösbare Lamellen — Krempling-Lamellen laufen am Stiel herab und lassen sich – anders als bei Blätterpilzen – vom Hutfleisch abschieben.
  • 3Ocker- bis rostbrauner, im Alter trichterförmiger Hut — Die filzige, einsinkende Hutform ist typisch für reife Fruchtkörper der Art.
  • 4Braunfleckung auf Druck — Dunkelbraune Flecken an Lamellen und Stiel bei Berührung sind charakteristisch für Paxillus involutus.

Abgrenzung: Vom seltenen Erlen-Krempling (Paxillus rubicundulus) durch glatteren Hut und Wuchs nicht ausschließlich bei Erle unterschieden.

Verwechslungsarten

Verwechslungsarten

Woran du ähnliche Arten unterscheidest — Merkmalsvergleich, keine Verzehrempfehlung.

  • Erlen-KremplingPaxillus rubicundulusgiftig

    Wächst gebunden an Erlen und hat einen deutlich schuppig-rissigen Hut; ebenfalls giftig.

  • Samtfuß-KremplingTapinella atrotomentosaungenießbar

    Hat einen dicken, dunkel samtigen, seitlich sitzenden Stiel und wächst an Nadelholzstümpfen.

  • MönchskopfInfundibulicybe geotropaharmlos

    Trichterform ähnlich, aber mit weißlich-creme Lamellen, die nicht braun flecken und nicht ablösbar sind.

Sicherheit: Nur essen, was 100 % sicher bestimmt ist. Im Zweifel eine Pilzsachverständige / Pilzberatung fragen — im Notfall Giftnotruf.

Ökologische Beziehungen

Ökologisches Netz

Womit Kahler Krempling im Lebensraum zusammenhängt.

  • Birke / Eiche / FichteMykorrhiza-Partner (Nährstofftausch an den Wurzeln)
  • MoospolsterTeilt feuchtes Mikrohabitat, Keimbett für Sporen
  • Pilzmücken & SchneckenFressen am Fruchtkörper, verbreiten Sporen
  • Laubstreu-ZersetzerGemeinsamer Nährstoffkreislauf im Waldboden

In der Szene

Pflanzenwelt

  • Kahler Krempling
  • Moospolster
  • Eichenlaub (Rot-Eiche)
  • Farnwedel

Habitat & Struktur

  • Falllaub-Streuschicht

Aufnahmebedingungen

Aufnahmebedingungen

31. Oktober 2026 um 14:52 Uhr · Spätherbst (Ende Oktober)

Phänologie:Ende Oktober ist für den Kahlen Krempling in Mitteleuropa Hauptsaison – die Art fruktifiziert von Sommer bis in den späten Herbst und profitiert von der feuchten, kühlen Witterung. Die Sichtung passt saisonal exakt.

Beobachtung

Habitat & Szene

Feuchter Laubmischwaldboden mit dichtem Moospolster, durchsetzt von herbstlichem Eichen- und Ahornlaub sowie einzelnen Farnwedeln. Typischer Standort des Kremplings an Laub- und Nadelbäumen auf eher sauren, frischen Böden.

Licht & Stimmung

Weiches, diffuses Waldlicht eines bedeckten Spätherbsttages; satte Grün- und Brauntöne, feuchte Oberflächen ohne harte Schatten.

Komposition

Foto 1 zeigt die diagnostisch wertvolle Kombination aus Hutoberseite (rechts) und umgedrehtem Fruchtkörper mit Lamellen (links). Nahdistanz mit Smartphone-Weitwinkel, flache Perspektive auf Augenhöhe des Pilzes; links ragt unscharf ein Finger/Schuh ins Bild.

Für Familien & Ausflug

Für Kinder erklärt, Sicherheit & Touren

Frag die Eule🌿 Gewöhnlich

Hallo! Ich bin der Kahle Krempling, ein brauner Pilz mit einem eingerollten Rand wie ein kleiner Teppich. Ich wohne im weichen Moos unter den Bäumen. Aber Achtung: Mich darf man nur anschauen, nicht essen!

Schon gewusst? Wenn man meine feinen Blätter unter dem Hut anfasst, werden sie braun – so als würde ich erröten!

Ausmalbild

Merkmal-Quiz

Merkmal-QuizFrage 1/4 · 0 Punkte

Welches Körperteil wird beschrieben?

„Siehst du die kleine Delle in der Mitte? Da sammelt sich bei Regen oft ein winziger Wassertropfen wie in einer Schale.“

Abenteuer-VorbereitungMit Vorbereitung
Ausrüstungs-Check74 / 100
Gut ausrüstenEntspannt

Die Szene ist ruhig und ungefährlich zum Anschauen, enthält aber mit dem Kahlen Krempling einen giftigen Pilz – nicht anfassen und essen. Moosiger Waldboden ist zudem typisches Zeckenhabitat.

Für diesen Ausflug mitdenken:

  • Kahler KremplingbeachtenPilz

    Der Kahle Krempling gilt heute als giftig: roh ist er stark giftig, und auch gegart kann er über eine Immunreaktion (Paxillus-Syndrom) eine lebensgefährliche Zerstörung roter Blutkörperchen auslösen. Die Reaktion kann unberechenbar nach jahrelangem Verzehr auftreten.

    Tipp: Pilz nur anschauen, nicht pflücken und keinesfalls essen. Nach dem Berühren von Pilzen Hände waschen, bevor Kinder zum Mund greifen.

Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.

Foto & Technik

Coaching, Kamera-Setup & Ausrüstung

Foto-Playbook

So gelingt die Aufnahme von Kahler Krempling — Ansatz, Einstellungen, Ausrüstung und Feldethik.

Ansatz

Kremplinge stehen ortsfest – langsam den Fruchtkörper umkreisen, einen von oben (Hutform, eingerollter Rand) und einen von unten (Lamellen) ins Bild holen, wie hier gelungen kombiniert.

Kamera-Ausgangspunkt

Für Schärfe von vorn bis hinten eine kleinere Blende simulieren (Pro-Modus/Fokus-Stacking), ISO niedrig halten, 1/30–1/60 s vom Stativ; Brennweite nah am Objekt für Strukturdetail.

Entscheidendes Gear

Ein Mini-Stativ oder Bohnensack für die flache Bodenperspektive ist entscheidend, um bei 1/33 s nicht zu verwackeln.

Feldethik

Pilz möglichst stehen lassen und nicht ausreißen – zum Zeigen der Lamellen genügt ein bereits umgefallenes Exemplar; Myzel und Moos nicht beschädigen. 4.3mm bedeutet geringen Arbeitsabstand — langsam bewegen, Insekten/Amphibien nicht mit Schatten oder Berührung stören.

Foto-Coaching

Kreativ- & Technik-Match

6.5/10

Starke, lehrreiche Doku-Aufnahme – beide Pilzseiten in einem Bild zu zeigen ist klug mitgedacht.

Technik

6/10

Scharf auf den Lamellen, aber f/1.8 lässt die Hutseite leicht weich – für Pilzdoku wäre mehr Tiefenschärfe ideal.

Licht

7/10

Weiches, schattenfreies Bedecktlicht bringt die Naturfarben sauber und ohne ausgefressene Lichter.

Komposition

6/10

Gute Idee mit Ober- und Unterseite nebeneinander, nur der unscharfe Finger oben links stört den Rand.

Zwei Kahle Kremplinge mit eingerolltem Hutrand und ockerfarbenen Lamellen auf Moos zwischen Eichenlaub.

Raster & Lichter-Messung laufen in deinem Browser — nichts wird hochgeladen.

  • StärkeBildidee

    Foto 1 zeigt Hutoberseite und umgedrehten Fruchtkörper mit Lamellen zugleich.

    Tipp: Genau so weitermachen – diese Doppelansicht ist für die Bestimmung Gold wert.

  • PotenzialTiefenschärfe

    f/1.8 am Smartphone bei Nahdistanz lässt den hinteren Hut leicht verschwimmen.

    Tipp: Im Pro-Modus abblenden oder Fokus-Stacking nutzen, damit beide Pilze durchgehend scharf sind.

  • PotenzialBildrand

    Oben links ragt ein unscharfer Finger/Schuh ins Bild.

    Tipp: Einen Schritt zurücktreten oder enger beschneiden, damit nichts den Hutrand überlagert.

  • PotenzialPerspektive

    Flache Bodenperspektive bei 1/33 s.

    Tipp: Mini-Stativ oder Bohnensack verwenden – das stabilisiert und erlaubt saubere niedrige ISO.

Subjektive Einschätzung eines KI-Foto-Coachs — als Anregung gedacht, nicht als Urteil.

Kamera-Setup

Smartphone-Nahaufnahme (4,3 mm, f/1.8, 1/33 s, ISO 171) bei diffusem Waldlicht aus flacher Bodenperspektive.

Kamera 22041219NYBrennweite 4.3mmBlende f/1.8Belichtung 1/33sISO 171

Fototechnik

Makro-Detail★Flache Tiefenschärfe

Durch die große Blende f/1.8 und geringe Distanz entsteht eine flache Schärfezone – die Lamellenstruktur sitzt scharf, der Hintergrund aus Laub löst sich weich auf.

Passende Ausrüstung

Makro-Clip-Linse fürs Smartphone

Holt die feine Struktur von Hutrand und Lamellen formatfüllend heraus, ohne den Pilz anfassen zu müssen.

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Falt-Reflektor / Aufheller

Hellt im schattigen Waldboden die dunkle Lamellen-Unterseite auf und senkt den Kontrast.

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Mini-Stativ / Bohnensack

Stabilisiert bei 1/33 s auf Bodenhöhe und verhindert Verwacklung im dämmrigen Wald.

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Häufige Fragen

  • →Welcher Pilz hat einen eingerollten Hutrand und braun fleckende Lamellen?

    Das ist typischerweise der Kahle Krempling (Paxillus involutus). Kennzeichnend sind der lange eingerollte, gerippte Hutrand, der trichterförmig vertiefte ocker- bis gelbbraune Hut und die herablaufenden, gedrängten Lamellen, die sich auf Druck braun verfärben. Er wächst von Sommer bis Spätherbst in Laub- und Nadelwäldern.

  • →Ist der Kahle Krempling giftig?

    Ja. Der Kahle Krempling gilt heute als giftig. Roh ist er stark giftig, und auch nach dem Garen kann er das sogenannte Paxillus-Syndrom auslösen – eine Immunreaktion, die rote Blutkörperchen zerstört und lebensbedrohlich verlaufen kann. Von einem Verzehr wird dringend abgeraten.

  • →Woran erkennt man den Kahlen Krempling im Herbst?

    Man erkennt ihn am filzig-samtigen, ocker- bis rostbraunen Hut, der im Alter trichterförmig einsinkt, am auffällig lange eingerollten und gerippten Hutrand sowie an den herablaufenden, weich ablösbaren Lamellen, die bei Berührung braun anlaufen. Er steht oft einzeln oder in kleinen Gruppen auf moosigem, saurem Waldboden.

  • →Wo wächst der Kahle Krempling?

    Der Kahle Krempling wächst von Juli bis November in Laub- und Nadelwäldern, Parks und an Waldrändern, bevorzugt auf frischen bis feuchten, eher sauren Böden. Er bildet Mykorrhiza mit vielen Bäumen wie Birke, Eiche und Fichte und erscheint häufig in Moos oder Laubstreu.

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DatenqualitätKI-Bestimmung

Automatische KI-Bestimmung — Bestätigungen aus der Community fehlen noch.

Wie kommt diese Stufe zustande?
  • Datum angegeben
  • Standort festgelegt
  • Mit Bild
  • Bestimmung mindestens mittel sicher
  • Wildes Vorkommen (kein Produkt/Porträt)
  • Von der Community bestätigt (≥ 2)
  • Bestimmung unbestritten

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Beobachtet am 31. Oktober 2026Veröffentlicht am 02. November 2026© 2026 Naturbeobachter — Alle Rechte vorbehalten
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