Rötliche Kohlenbeere
Hypoxylon fragiforme
Steckbrief
Auch: Beech Woodwart
Weltweit 5.686 Citizen-Science-Nachweise
Jüngste Sichtungen u. a. Beacon Lodge, Nether Alderley, Macclesfield SK10 4UB, UK · Küstenlandschaft Dänischer Wohld, Strande, Schleswig-Holstein, DE · 24326 Nehmten, Deutschland
Quelle: iNaturalist / GBIF. Standortdaten gerundet (Datensparsamkeit).
Häufige Fragen zu Rötliche Kohlenbeere
→Was sind die kleinen braunen Kügelchen auf dem Buchenstamm?
Es handelt sich um die Rötliche Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme), einen Schlauchpilz (Pyrenomycet). Die halbkugeligen, warzigen Gebilde sind sogenannte Stromata – harte Fruchtkörper-Polster, in denen die winzigen sporenbildenden Kammern sitzen. Jung sind sie ziegel- bis zimtrot, im Alter braun bis schwarz.
→Auf welchem Holz wächst die Rötliche Kohlenbeere?
Fast ausschließlich auf totem Buchenholz (Fagus sylvatica), gelegentlich an anderen Laubhölzern. Sie besiedelt entrindete, liegende Stämme und Äste und gehört zu den häufigsten Totholzpilzen in mitteleuropäischen Buchenwäldern.
→Ist die Rötliche Kohlenbeere giftig oder essbar?
Weder noch im praktischen Sinn: Der Pilz ist hart, holzig und ungenießbar, aber nicht giftig. Er ist ökologisch wertvoll als Holzzersetzer und beim Anfassen völlig ungefährlich.
→Wann und wo kann man Hypoxylon fragiforme finden?
Ganzjährig, da die Stromata mehrere Jahre am Holz bleiben. Man findet sie in schattig-feuchten Buchenwäldern an liegendem Totholz – etwa im Buchenhang rund um die Plesse nordöstlich von Göttingen, wo diese Beobachtung entstand.

