Naturbeobachter
Pflanzen & PilzemakroHochsommer (Juli)

Rötliche Kohlenbeere: Buchen-Pilzkugeln auf Totholz

Rötlich-braune, warzige Pilzkügelchen (Rötliche Kohlenbeere) dicht gehäuft auf entrindetem Buchenstamm im Wald.

24. Juli 2026KI-BestimmungRadar-Scan aktivBiotop-KnotenWildnis-Wald
Rötlich-braune, warzige Pilzkügelchen (Rötliche Kohlenbeere) dicht gehäuft auf entrindetem Buchenstamm im Wald. — Foto 1

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  • Datum angegeben
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  • Wildes Vorkommen (kein Produkt/Porträt)
  • Von der Community bestätigt (≥ 2)
  • Bestimmung unbestritten
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Was du hier entdecken kannst

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Geschichte

Story & Hintergrund

Auf einem morschen Buchenstamm im schattigen Wald bei der Plesse sitzen Hunderte winziger, rotbrauner Kugeln – als hätte jemand dem toten Holz eine warzige Haut übergezogen.
Hintergrundgeschichte Stadtkind

Die Warzenhaut des alten Baums

zum ersten MalNeugiergroßes StaunenStadtfluchtraus aus dem Alltag

Im Park zu Hause lag nie so ein Stamm herum – dort sind die Wege gefegt und die Bäume stehen ordentlich in Reih und Glied. Hier im Wald bei der Plesse aber liegt einer einfach quer, halb entrindet, das Holz feucht und kühl, und das Laub ringsum riecht nach Erde und Regen statt nach Asphalt und Stadt.

Und dann diese Punkte: Hunderte kleiner, rotbrauner Kügelchen, dicht an dicht, wie eine warzige Haut über dem toten Holz. Aus der Nähe sehen sie aus wie winzige Beeren oder wie Schokostreusel, die jemand über den Stamm gestreut hat. Es sind die Fruchtkörper der Rötlichen Kohlenbeere, ein Pilz, der nur totes Buchenholz mag und es langsam wieder zu Erde macht.

Es ist ganz still, nur ein leiser Wind streicht durch die Buchenkronen, und irgendwie fühlt sich dieser umgefallene Baum gar nicht tot an – er ist voller Leben, nur eben anders, als man es aus der Stadt kennt.

Natur & Bestimmung

Arten, Lebensraum, Schutz & Fundort

Steckbrief

Hypoxylon fragiforme

Aktuelle Sichtungen in der Nähe

Beech WoodwartHypoxylon fragiforme

5.686 dokumentierte Sichtungen auf iNaturalist

Wikipedia

Fotos: iNaturalist-Community (nur kommerziell nutzbare CC-Lizenzen), Urheber je Bild genannt.

Alle Sichtungen auf iNaturalist

In der Szene

Pflanzenwelt

  • Rötliche Kohlenbeere
  • Buchen-Sämling
  • Algen-/Grünbelag auf Rinde

Habitat & Struktur

  • Liegender Buchenstamm (Totholz)
  • Buchenlaub-Streu am Boden

Aufnahmebedingungen

Überwiegend klar

24. Juli 2026 um 14:40 Uhr · Hochsommer (Juli)

Temperatur
20 °C
Bewölkung
15 %
Luftfeuchte
50 %
Wind
9 km/h WNW

Phänologie:Die dunkelbraun bis fast schwarz ausgereiften Stromata sind bereits älter – die Rötliche Kohlenbeere ist ein mehrjährig sichtbarer Totholzpilz und ganzjährig auffindbar. Junge Exemplare wären ziegel- bis zimtrot; die hier überwiegend dunkle Färbung passt zu reifen Fruchtkörpern im Hochsommer.

Historische Wetterdaten · Open-Meteo (Forecast-Archiv)

Beobachtung

Habitat & Szene

Sommerlicher Laubwald (Buchenhang) im Bereich der Plesse nordöstlich von Göttingen. Auf einem liegenden, teils entrindeten Buchenstamm sitzen dicht gehäuft die halbkugeligen, warzigen Stromata der Rötlichen Kohlenbeere. Der grünlich-graue Algenbelag auf dem feuchten Holz und die dicke Laubstreu ringsum zeigen ein schattig-feuchtes Totholz-Mikrohabitat.

Licht & Stimmung

Frühnachmittägliches Sommerlicht am 24. Juli, überwiegend klar bei rund 20 °C und schwachem Wind. Das Blätterdach filtert das Licht zu weichen, gesprenkelten Flecken auf Stamm und Laub – ruhige, kühl-schattige Waldstimmung mit einzelnen hellen Sonnentupfern.

Komposition

Die erste Aufnahme zeigt den ganzen Stammabschnitt diagonal im Bild, gerahmt von heller Schnittfläche links und Laubstreu; die zweite Aufnahme geht formatfüllend in die Struktur der Pilzkolonie. Die kurze Brennweite (6,9 mm) und die weit offene Blende (f/1,7) des Smartphones erzeugen eine leichte Freistellung bei nah gutem Detailkontrast.

Fundort

Notiz des Beobachters

Wir haben diesen Baumstamm gefunden und gefragt, was diese kleinen Punkte darauf wohl sein könnten.

Im Buchenwald rund um die Plesse nahe Göttingen fiel ein liegender, morscher Baumstamm auf, der über und über mit winzigen rotbraunen Kügelchen bedeckt war. Die Beobachtenden rätselten, was diese warzigen Punkte wohl sein könnten – tatsächlich handelt es sich um die Rötliche Kohlenbeere, einen häufigen Totholzpilz der Buche.

WaldSonnigGanz nah dranMit Familie entdecktZum ersten MalSelten gesehen
Für Familien & Ausflug

Kinder-Modus, Sicherheit & Touren

Abenteuer-VorbereitungMit Vorbereitung
Ausrüstungs-Check72 / 100
Gut ausrüstenEntspannt

Eine harmlose, faszinierende Totholzszene. Die einzige echte Aufmerksamkeit gilt Zecken im feuchten Laubwald – der Pilz selbst ist ungefährlich.

Für diesen Ausflug mitdenken:

  • Zecken im Totholz- und LaubhabitatmittelStich / Biss

    Schattig-feuchte Laubwälder mit Totholz und Bodenstreu sind typische Zecken-Lebensräume. Beim Wühlen am Stamm oder im Laub kann es zu Kontakt kommen.

    Tipp: Nach dem Waldbesuch Beine, Kniekehlen und Haaransatz absuchen; lange Kleidung hilft. Der Pilz selbst ist beim Anfassen ungefährlich.

  • Rötliche Kohlenbeere (kein Speisepilz)geringPilz

    Der harte, holzige Pilz ist ungenießbar, aber nicht giftig und nicht relevant als Verwechslungsgefahr. Berühren ist unbedenklich.

    Tipp: Anschauen und bestaunen ist völlig okay – wie bei allen Pilzen gilt: nichts in den Mund nehmen.

Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.

Touren in der Nähe

Basierend auf den GPS-Koordinaten dieses Fotos (51.6014, 9.9735) — Wandertouren im Umkreis entdecken:

Foto & Technik

Coaching, Kamera-Setup & Ausrüstung

Foto-Coaching

Kreativ- & Technik-Match

7/10

Eine richtig gute Doku-Serie: der Weitwinkel liefert den Kontext, der Close-up das Bestimmungsdetail – so mögen es Pilzfreundinnen und -freunde.

Technik

7/10

Bei ISO 21 und 1/178 s sind die Stromata schön scharf und rauschfrei – die offene Blende f/1,7 lässt die Ränder nur leicht weich werden.

Licht

6/10

Das gesprenkelte Blätterdachlicht bringt Stimmung, sorgt aber für harte Hell-Dunkel-Flecken auf dem Stamm.

Komposition

7/10

Die Kombination aus Übersichts- und Detailaufnahme ist genau die richtige Idee für eine Artbeobachtung.

  • StärkeZwei-Bild-Ansatz

    Ein Weitwinkel des ganzen Stamms plus ein Detail der Kolonie.

    Tipp: Genau so weitermachen – Kontext und Nahaufnahme zusammen machen die Bestimmung sicher.

  • StärkeSchärfe

    Niedrige ISO und kurze Zeit ergeben knackscharfe Stromata.

    Tipp: Für noch mehr Tiefe mehrere Aufnahmen mit leicht verschobenem Fokus stapeln (Focus Stacking).

  • PotenzialKontrastlicht

    Sonnenflecken erzeugen ausgebrannte helle und abgesoffene dunkle Stellen.

    Tipp: An leicht bewölkten Momenten oder mit abschattender Hand/Reflektor für gleichmäßigeres, weiches Licht sorgen.

  • PotenzialMaßstab

    Die Größe der Kügelchen ist schwer einzuschätzen.

    Tipp: Eine Münze oder den Finger als Größenreferenz mit ins Bild legen.

Subjektive Einschätzung eines KI-Foto-Coachs — als Anregung gedacht, nicht als Urteil.

Kamera-Setup

Google Pixel 9 Pro, 6,9 mm f/1,7, 1/178 s, ISO 21 – Freihand-Nahaufnahme im gefilterten Waldlicht.

Kamera Pixel 9 ProObjektiv Pixel 9 Pro back camera 6.9mm f/1.68Brennweite 6.9mmBlende f/1.7Belichtung 1/178sISO 21GPS 51.6014, 9.9735

Fototechnik

Makro-DetailFlache Tiefenschärfe

Die formatfüllende Nahaufnahme rückt die Warzenstruktur der Pilzpolster in den Fokus. Die weit offene Blende f/1,7 des Smartphones erzeugt bei geringem Abstand eine leichte Schärfeebene, sodass Randbereiche sanft abfallen.

Passende Ausrüstung

Makro-Vorsatzlinse fürs Smartphone

Für die feine Warzenstruktur der Stromata holt eine Clip-on-Makrolinse deutlich mehr Detail als die Standard-Handykamera.

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Stirnlampe / kleine LED-Leuchte

Im schattig-feuchten Totholzhabitat hilft seitliches Zusatzlicht, die dreidimensionale Struktur der Pilzpolster plastisch zu zeigen.

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Einschlaglupe 10x

Zum genussvollen Bestaunen der einzelnen Stromata direkt vor Ort – klassisches Naturforscher-Werkzeug.

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Häufige Fragen

  • Was sind die kleinen braunen Kügelchen auf dem Buchenstamm?

    Es handelt sich um die Rötliche Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme), einen Schlauchpilz (Pyrenomycet). Die halbkugeligen, warzigen Gebilde sind sogenannte Stromata – harte Fruchtkörper-Polster, in denen die winzigen sporenbildenden Kammern sitzen. Jung sind sie ziegel- bis zimtrot, im Alter braun bis schwarz.

  • Auf welchem Holz wächst die Rötliche Kohlenbeere?

    Fast ausschließlich auf totem Buchenholz (Fagus sylvatica), gelegentlich an anderen Laubhölzern. Sie besiedelt entrindete, liegende Stämme und Äste und gehört zu den häufigsten Totholzpilzen in mitteleuropäischen Buchenwäldern.

  • Ist die Rötliche Kohlenbeere giftig oder essbar?

    Weder noch im praktischen Sinn: Der Pilz ist hart, holzig und ungenießbar, aber nicht giftig. Er ist ökologisch wertvoll als Holzzersetzer und beim Anfassen völlig ungefährlich.

  • Wann und wo kann man Hypoxylon fragiforme finden?

    Ganzjährig, da die Stromata mehrere Jahre am Holz bleiben. Man findet sie in schattig-feuchten Buchenwäldern an liegendem Totholz – etwa im Buchenhang rund um die Plesse nordöstlich von Göttingen, wo diese Beobachtung entstand.

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Beobachtet am 24. Juli 2026Veröffentlicht am 24. Juli 2026© 2026 NaturbeobachterAlle Rechte vorbehalten

Aufgenommen im Schutzgebiet

In Schutzgebieten gelten besondere Regeln: auf Wegen bleiben, Brut- und Setzzeiten achten, nichts entnehmen oder stören. Grenzen vereinfacht, nicht rechtsverbindlich.

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