Regenbogen über Flateyri – Islands Westfjorde im Sommer
Regenbogen über bunten Häusern von Flateyri am Fjord, dazu altes rostiges Fischerboot vor grünem Berghang.

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Was du hier entdecken kannst
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Story & Hintergrund
Über der grauen Regenwand der Westfjorde spannt sich ein vollständiger Regenbogen, unter dem die bunten Häuser von Flateyri leuchten – ein Glücksmoment am Fjord.
Drei Wochen am Ende der Straße
Der Sommer 2020 spülte manche Reisenden weiter, als sie geplant hatten. Als in Island die Flüge ausblieben, dehnte sich ein Urlaub zu drei Wochen in den Westfjorden – jener abgelegenen Faust aus Basalt und Fjorden im Nordwesten der Insel, wo die Straße irgendwann einfach aufhört und nur noch Wasser, Berg und Wind bleiben.
An einem kühlen Julitag, kaum neun Grad und der Nordostwind kräftig über dem Önundarfjörður, zog eine Regenwand über den bunten Häuserzeilen von Flateyri ab. Für einen Augenblick brach die Sonne durch die geschlossene Wolkendecke und legte einen vollständigen Regenbogen über den Ort – gespannt zwischen dunkler Bergflanke und grauem Himmel, während das Fjordwasser darunter still und bleiern lag.
Andernorts am Ufer erzählte ein altes, rostzerfressenes Fischerboot vor sattgrünem Hang von der langen Tradition der Küstenfischerei, die diese Dörfer trägt. Geduld, Stille und ein glücklicher Zufall des Wetters – so schrieb sich diese Beobachtung in die Erinnerung an einen unerwartet langen Sommer am Rand Europas ein.
Arten, Lebensraum, Schutz & Fundort
Landschaft & Licht
Foto-Regie & Licht
Bildaufbau: Der Regenbogen bildet einen perfekten Bogen, der die Häuserzeile mittig einfasst; das ruhige Fjordwasser füllt die untere Bildhälfte und schafft Ruhe und Tiefe.
Mensch als Maßstab: Die bunten Hausfassaden – vor allem das rote Gebäude – setzen im trüben Licht willkommene Farbakzente; ein einzelnes leuchtendes Element (Boot, Person in Signalfarbe) am Ufer würde den Vordergrund zusätzlich beleben.
Geologie & Wolken
Landschaftsform: Glazial geformter Fjord (Önundarfjörður) mit flacher Landzunge und steil aufragenden Talflanken – ein klassisches U-Tal der Westfjorde.
Geologie: Gestapelte Basaltlaven (Tertiär-Plateaubasalte), typisch für die Westfjorde; die dunkle, geschichtete Bergflanke deutet darauf hin.
Wolkentyp: Nimbostratus mit aufgelockerten Stratocumulus-Feldern
Wetter-Deutung: Bei 100 % Bewölkung und 93 % Luftfeuchte zieht eine regenträchtige Nimbostratus-Front ab; die Lücken lassen Sonnenlicht auf die noch fallenden Tropfen treffen und erzeugen den Regenbogen. Der kräftige NO-Wind (25 km/h) treibt die Schauerzellen rasch über den Fjord.
Unterwegs
Wegbeschaffenheit: Kein Wanderweg im Bild – Aufnahme vom Wasser aus; die Uferzone ist flach und grasig, das zweite Motiv liegt an einer Hafen-/Werftkante.
Beobachtung
Habitat & Szene
Ein Küstenort in den isländischen Westfjorden – die Koordinaten deuten auf Flateyri am Önundarfjörður. Das erste Bild zeigt die charakteristische Häuserzeile (weiße, rote und graue Fassaden) auf einer flachen Landzunge zwischen Fjordwasser und einer dunklen Bergflanke, überspannt von einem vollständigen Regenbogen. Das zweite Bild ist ein Fjord-Ufer mit steilem, sattgrünem Berghang und einem alten, rostenden Fischerboot, das teils an Land liegt – typisch für die Werft- und Hafenkanten kleiner isländischer Fischerdörfer im Sommer.
Licht & Stimmung
Kühler Sommertag mit 9 °C, 100 % Bewölkung und hoher Luftfeuchte (93 %) bei kräftigem Nordostwind (25 km/h) – klassisches Schauerwetter der Westfjorde. Im ersten Bild steht die Sonne tief im Rücken der Kamera und lässt in der abziehenden Regenwand einen kompletten Regenbogen aufleuchten, während der Himmel darüber bleigrau bleibt. Das zweite Bild fängt einen kurzen Sonnenmoment ein, der den grünen Hang modelliert.
Komposition
Sony A7 III mit 16-35mm f/4 bei 29 mm, f/14, 1/200 s, ISO 100. Der Regenbogen-Bogen rahmt die Häuserzeile symmetrisch und bildet ein starkes gestalterisches Zentrum; das ruhige Fjordwasser nimmt die untere Bildhälfte ein und erdet die Komposition. Blende f/14 sorgt für durchgehende Schärfe von Ufer bis Berg. Das zweite Foto stellt das havarierte Boot bildfüllend frei vor dem gestaffelten grünen Hang.
Aufnahmebedingungen
Aufnahmebedingungen
16. Juli 2020 um 10:53 Uhr · Hochsommer (Mitte Juli)
- Temperatur
- 9 °C (gefühlt 5°)
- Bewölkung
- 100 %
- Luftfeuchte
- 93 %
- Wind
- 25 km/h NO
Phänologie:Mitte Juli stehen die Berghänge der Westfjorde in vollem Grün, wie das zweite Bild zeigt – typisch für die kurze, intensive Vegetationsperiode subarktischer Küsten. Regenbögen sind bei den häufigen Schauern und tiefstehender Sonne im isländischen Sommer nahezu alltäglich.
Historische Wetterdaten · Open-Meteo (ERA5-Reanalyse)
In der Szene
Relief & Geologie
- Berghang mit Basaltflanke
Gewässer
- Fjord / Meeresbucht (Önundarfjörður)
Habitat & Struktur
- Steiler, grün bewachsener Berghang (zweites Foto)
- Grasige Uferböschung mit Häuserzeile
- Altes verrostetes Fischerboot am Ufer
- Geröll- und Felsufer
Atmosphäre
- Regenbogen
- Dichte Regenwolken über dem Fjord
Fundort
Notiz des Beobachters
Weil keine Flüge mehr kamen, blieben wir drei Wochen in den Westfjorden – und wurden mit solchen Momenten belohnt.
Während der Reisebeschränkungen 2020 wurde aus einem Islandurlaub eine dreiwöchige Auszeit in den Westfjorden. Zwischen Angeltouren und stillen Naturbeobachtungen zeigte sich der Fjord bei Flateyri von seiner spektakulären Seite – mit einem vollständigen Regenbogen über der bunten Häuserzeile.
Kinder-Modus, Sicherheit & Touren
Malerische, aber typische Küstenszene: Hauptrisiko ist das kalte, tiefe Fjordwasser, dazu das rostige alte Boot. Mit etwas Abstand zur Wasserkante ist die Szene gut zu genießen.
Für diesen Ausflug mitdenken:
- Kaltes, tiefes FjordwasserbeachtenUmgebung
Das Fjordwasser ist auch im Sommer nur wenige Grad warm und fällt am Ufer schnell tief ab. Auskühlung und starke Strömungen sind ein reales Risiko.
Tipp: Kinder am Ufer und in Hafennähe stets an der Hand halten und Abstand zur Wasserkante wahren.
- Altes Fischerboot mit Rost und scharfen KantenmittelUmgebung
Das gestrandete Boot weist Rost, lose Metallteile und scharfe Kanten auf – Verletzungs- und Sturzgefahr beim Klettern.
Tipp: Nicht auf das Wrack oder Werftgelände klettern; aus sicherer Entfernung betrachten.
Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.
Touren in der Nähe
Basierend auf den GPS-Koordinaten dieses Fotos (66.0513, -23.5032) — Wandertouren im Umkreis entdecken:
Coaching, Kamera-Setup & Ausrüstung
Foto-Coaching
Kreativ- & Technik-Match
7.5/10
Ein Glücksmoment perfekt eingefangen – der komplette Regenbogen über Flateyri sitzt bildbeherrschend und stimmig.
Technik
8/10
f/14 bei ISO 100 liefert durchgehende Schärfe und saubere Zeichnung – solide gewählt für die Fjord-Weite.
Licht
7/10
Das seltene Regenbogenlicht ist genial getroffen, der hohe Kontrast zum dunklen Himmel ist aber grenzwertig.
Komposition
8/10
Der symmetrisch gerahmte Bogen und die ruhige Wasserfläche ergeben einen ausgewogenen, klaren Aufbau.
StärkeTiming
Der Regenbogen ist vollständig und farbkräftig erfasst, während die Häuserzeile noch im Licht steht.
Tipp: Genau dieser Moment macht das Bild – ein flüchtiges Wetterphänomen im richtigen Augenblick festgehalten.
StärkeTiefenschärfe
f/14 bei 29 mm sorgt für Schärfe von Ufer bis Bergflanke.
Tipp: Für Weitwinkel-Landschaften ideal; man könnte auf f/11 gehen, um Beugungsunschärfe zu minimieren, ohne Tiefenschärfe zu verlieren.
PotenzialKontrastumfang
Der Himmel über dem Bogen ist sehr dunkel, während die weißen Fassaden hell sind.
Tipp: Ein Grauverlaufsfilter oder eine zweite, dunklere Belichtung würde mehr Wolkenzeichnung retten und den Bogen noch plastischer machen.
PotenzialVordergrund
Die untere Bildhälfte ist reine Wasserfläche ohne Detail.
Tipp: Ein Anker im Vordergrund (Boot, Fels, Uferstruktur) würde die große Wasserfläche interessanter staffeln – hier bewusst als Ruhefläche vertretbar.
Subjektive Einschätzung eines KI-Foto-Coachs — als Anregung gedacht, nicht als Urteil.
Kamera-Setup
Sony A7 III mit 16-35mm f/4 bei 29 mm, f/14, 1/200 s, ISO 100 – Weitwinkel für die Fjordszene.
Passende Ausrüstung
Weitwinkelzoom
Für Fjordpanoramen und den vollen Regenbogen-Bogen ideal, wie hier bei 29 mm genutzt.
Sony FE 16-35mm F4 ZA OSSPolfilter
Verstärkt oder dämpft die Regenbogenfarben und nimmt Reflexe von der nassen Wasseroberfläche.
zirkularer Polfilter 72mmRegenschutz für Kamera
Bei 93 % Luftfeuchte und Schauerwetter der Westfjorde schützt eine Regenhülle die Ausrüstung.
Kamera Regenschutz HülleReisestativ
Stabilisiert Weitwinkelaufnahmen bei kräftigem Wind und ermöglicht saubere Horizontlinien.
Reisestativ Carbon leichtHäufige Fragen
→Wo wurde dieser Regenbogen über einem isländischen Küstenort fotografiert?
Die Aufnahme entstand in den Westfjorden Islands, die GPS-Daten (66,05 N, 23,50 W) deuten auf Flateyri am Önundarfjörður. Der Regenbogen spannt sich über die bunte Häuserzeile des kleinen Fischerorts, aufgenommen vom Wasser aus. Das Bild stammt vom Juli 2020.
→Warum sieht man in Island so häufig Regenbögen?
Islands Wetter ist von rasch wechselnden Regenschauern und häufigem Sonnendurchbruch geprägt. Wenn die Sonne tief steht und im Rücken des Betrachters durch eine abziehende Regenwand scheint, entsteht ein Regenbogen. Bei 100 % Bewölkung mit einzelnen Aufhellungen, wie hier, ist das ein nahezu tägliches Schauspiel.
→Was für ein Boot liegt am Ufer im zweiten Bild?
Es handelt sich um ein älteres, stark verrostetes Fischerboot, das teils an Land bzw. auf einer kleinen Werft liegt – ein häufiger Anblick in den Hafenkanten isländischer Fischerdörfer. Solche ausgemusterten Kutter zeugen von der traditionellen Fischerei, die die Westfjorde prägt.
→Wie ist das Wetter im Sommer in den isländischen Westfjorden?
Der Sommer ist kühl und wechselhaft: Am Aufnahmetag Mitte Juli lagen die Temperaturen bei nur rund 9 °C, mit voller Bewölkung, hoher Luftfeuchte und kräftigem Nordostwind (25 km/h). Trotzdem grünen die Berghänge dann intensiv, da die Vegetationsperiode kurz und lichtreich ist.
→Welche Kameraeinstellung eignet sich für ein Regenbogen-Landschaftsfoto?
Hier kam ein Weitwinkel (29 mm) bei f/14, 1/200 s und ISO 100 zum Einsatz – eine kleine Blende sorgt für durchgehende Schärfe von Ufer bis Berg. Ein Polfilter kann die Farbsättigung des Regenbogens verstärken oder abschwächen, je nach Drehung.

