Landschaft & Habitat
17 Beobachtungen
Häufige Fragen
→Welche hochwachsenden Pflanzen stehen auf der Brachwiese im Bratental?
Auf der verbrachenden Fläche dominieren aufrecht hochschießende zweijährige Ruderalpflanzen. Am auffälligsten ist der Stachel-Lattich (Lactuca serriola) mit blaugrün bereiften, stachelig gezähnten und am Stängel sitzenden Blättern. Dazwischen blüht gelb das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris). Beide sind typische Erstbesiedler magerer, gestörter oder extensivierter Standorte.
→Warum wachsen auf früher genutzten Flächen plötzlich solche Stauden?
Wird eine Fläche aus der intensiven Nutzung genommen oder als Saum stehen gelassen, setzt eine natürliche Sukzession ein. Zuerst besiedeln lichtliebende, konkurrenzstarke Ruderal- und Magerkeitszeiger wie Stachel-Lattich, Greiskräuter und Disteln den offenen Boden. Über Jahre entwickelt sich so aus artenarmem Grünland eine strukturreichere, blütenreiche Brache.
→Ist Jakobs-Greiskraut auf so einer Wiese gefährlich?
Jakobs-Greiskraut enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die für Leber schädlich sind, vor allem für Weidetiere wie Pferde und Rinder bei Aufnahme mit Heu. Für Menschen ist bloßes Anschauen oder vorsichtiges Vorbeigehen unbedenklich; gefährlich wäre nur der Verzehr. In naturnahen Brachen ist die Art ökologisch wertvoll und eine wichtige Nektarquelle für Insekten.
→Wann blüht Jakobs-Greiskraut und Stachel-Lattich?
Beide Arten blühen im Hochsommer. Jakobs-Greiskraut zeigt seine leuchtend gelben Korbblüten von Juni bis September, Stachel-Lattich blüht mit kleinen hellgelben Körbchen etwa von Juli bis September. Die Aufnahmen von Ende Juli treffen damit den Höhepunkt der Blütezeit.
→Welche Pflanzen wachsen auf der schwarzen Lava-Asche des Ätna?
Auf der nährstoffarmen Vulkanasche siedeln vor allem Pionierpflanzen: silbrig-graue Igelpolster (Astragalus siculus), gelb blühende Kreuzblütler, zähe Gräser und in höheren Sukzessionsstufen die endemische Ätna-Birke (Betula aetnensis). Sie kommen mit dem kargen, gut durchlässigen Boden und großen Temperaturschwankungen zurecht und bilden die grünen Inseln im schwarzen Ascheplateau.
→Was ist die Ätna-Birke (Betula aetnensis)?
Die Ätna-Birke ist eine auf dem Vulkan Ätna endemische Birkenart mit charakteristisch hellem, oft rötlich-silbrigem Stamm. Sie besiedelt in lichten Wäldern die vulkanischen Hänge zwischen etwa 1000 und 2000 m Höhe und ist eine wichtige Baumart der Sukzession auf altem Lava- und Aschegrund.
→Wann blühen die gelben Blumen am Ätna?
Die gelben Kreuzblütler der Ätna-Hochlagen blühen vor allem im Frühsommer, von Ende Mai bis in den Juni hinein. Diese Aufnahmen entstanden Anfang Juni, als die Blüte in vollem Gange und die Birken frisch belaubt waren – die Vegetationsphase der Höhenlagen ist gegenüber dem Tiefland deutlich verschoben.
→Ist eine Wanderung im Aschegebiet des Ätna für Familien geeignet?
Ja, die welligen Ascheplateaus mit ihren Wegen sind grundsätzlich familienfreundlich begehbar. Wichtig sind festes Schuhwerk wegen scharfkantiger Lava, Abstand zu den dornigen Polsterpflanzen sowie warme, wetterfeste Kleidung, da am Vulkan schnell Nebel aufzieht und die Temperatur fällt.
→Wo wurde dieser Regenbogen über einem isländischen Küstenort fotografiert?
Die Aufnahme entstand in den Westfjorden Islands, die GPS-Daten (66,05 N, 23,50 W) deuten auf Flateyri am Önundarfjörður. Der Regenbogen spannt sich über die bunte Häuserzeile des kleinen Fischerorts, aufgenommen vom Wasser aus. Das Bild stammt vom Juli 2020.
→Warum sieht man in Island so häufig Regenbögen?
Islands Wetter ist von rasch wechselnden Regenschauern und häufigem Sonnendurchbruch geprägt. Wenn die Sonne tief steht und im Rücken des Betrachters durch eine abziehende Regenwand scheint, entsteht ein Regenbogen. Bei 100 % Bewölkung mit einzelnen Aufhellungen, wie hier, ist das ein nahezu tägliches Schauspiel.
→Was für ein Boot liegt am Ufer im zweiten Bild?
Es handelt sich um ein älteres, stark verrostetes Fischerboot, das teils an Land bzw. auf einer kleinen Werft liegt – ein häufiger Anblick in den Hafenkanten isländischer Fischerdörfer. Solche ausgemusterten Kutter zeugen von der traditionellen Fischerei, die die Westfjorde prägt.
→Wie ist das Wetter im Sommer in den isländischen Westfjorden?
Der Sommer ist kühl und wechselhaft: Am Aufnahmetag Mitte Juli lagen die Temperaturen bei nur rund 9 °C, mit voller Bewölkung, hoher Luftfeuchte und kräftigem Nordostwind (25 km/h). Trotzdem grünen die Berghänge dann intensiv, da die Vegetationsperiode kurz und lichtreich ist.
Beobachtungen
Bratental bei Nikolausberg: Verbuschende Sommerwiese
Lactuca serriola
Ätna-Vulkanlandschaft: Schwarze Asche & Ätna-Birken
Betula aetnensis
Regenbogen über Flateyri – Islands Westfjorde im Sommer
Wilde Feldhecke im Hochsommer: Holunder, Schlehe & Brombeere
Sambucus nigra
Holzbrücke im Fjordtal Norwegens vor Wolkenberg
Rupfung im Garten: Spuren eines Beutegreifers im Gras
Columba livia f. domestica
Babymütze im Kinderwagen: Sommerausflug auf der Wiese
Sommermorgen in Spangenberg: Garten mit Kletterrose
Rosa multiflora
Kinderwagen im Hagelschauer – Frühlingsgewitter im Wald
Corylus avellana
Frühlingsbach im Buchenwald bei Niemetal – Weitwinkel
Fagus sylvatica
Frostiger Sonnenaufgang über dem Bratental im März
Verfallene Feldscheune bei Nikolausberg im Abendlicht
Felsklippe über Bergwiese im Harz bei Sieber
Gullfoss: Islands tosender Wasserfall im Sommerlicht
Gullfoss: Islands tosender Wasserfall im Sommerlicht
Weser im Weserbergland: Flusslandschaft & Angelplatz
Kerstlingröder Feld: Sumpfwald & Mauerruine im Frühsommer
Nasturtium officinale

