Feuerlibelle: leuchtend rotes Männchen im Sommer-Makro
Knallrotes Feuerlibellen-Männchen sitzt auf einem trockenen Wiesenknopf-Samenstand vor grünem Hintergrund.
Im Bild markiert — erst die Szene, dann das Hauptmotiv
Was du hier entdecken kannst
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Detail-Lupe

🔍 5 Details — antippen zum Entdecken
- 1
Facettenauge
Mit diesen riesigen Kugelaugen kann die Libelle fast überall gleichzeitig hinschauen – wie eine Rundum-Kamera!
Fachlich: Die großen Komplexaugen liefern ein nahezu rundum reichendes Sehfeld zur blitzschnellen Ortung von Beute und Rivalen.
- 2
Hinterleib (Abdomen)
Der lange rote Schwanz hilft beim Steuern in der Luft – wie das Leitwerk eines Flugzeugs!
Fachlich: Der abgeflachte, blutrote Hinterleib dient der Balance im Flug und signalisiert bei Männchen Paarungsbereitschaft und Revierbesitz.
- 3
Flügel mit Flügeladern
Jeder der vier Glasflügel kann sich einzeln bewegen – deshalb kann die Libelle sogar rückwärts fliegen!
Fachlich: Die vier unabhängig beweglichen Flügel mit feinem Adernetz ermöglichen Schweben, Rückwärtsflug und rasante Wendemanöver.
- 4
Beine
Die stacheligen Beine sind wie ein Käfig, mit dem die Libelle Mücken direkt aus der Luft schnappt!
Fachlich: Die dornenbesetzten Beine bilden im Flug einen Fangkorb und dienen beim Sitzen dem festen Halt an der Warte.
- 5
Pterostigma (Flügelmal)
Der kleine dunkle Fleck vorne am Flügel ist ein Gewicht, das das Flattern ruhiger macht!
Fachlich: Das verdickte Flügelmal am Vorderrand stabilisiert den Flügel und dämpft schädliche Schwingungen bei schnellem Flug.
Story & Hintergrund
Ein roter Blitz über der Sommerwiese – und plötzlich sitzt er still vor dir, durchglüht von der Mittagssonne.
Roter Wächter auf der Sommerwiese
Protokoll, 18. Juli, kurz nach 13 Uhr bei Witzenhausen: Auf einem vertrockneten Samenstand mitten in einer feuchten Krautwiese sitzt ein vollständig scharlachrotes Libellen-Männchen. Der breite, leicht abgeflachte Hinterleib, die ebenfalls rot gefärbte Brust, die roten Augen und das amberfarbene Aufhellungsfeld an der Flügelbasis sind die entscheidenden Merkmale – das spricht klar für die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) und nicht für eine schlankere Heidelibelle.
Das Tier verhält sich reviertreu: Es nutzt den exponierten Stängel als Ansitzwarte, sonnt sich im harten Mittagslicht und kehrt nach kurzen Jagdflügen immer wieder dorthin zurück. Genau dieses Verhalten macht die Beobachtung berechenbar – und biologisch aufschlussreich, denn als Wärmezeiger dokumentiert die Art ihre fortschreitende Ausbreitung nach Norden.
Für einen sauberen Citizen-Science-Datenpunkt lohnt es sich, neben den seitlichen Ansichten noch das Flügelbasisfeld scharf festzuhalten, einen Größenbezug (etwa ein Blatt oder Maßstab im Bild) zu ergänzen und Standort, Gewässernähe und Uhrzeit zu notieren – am besten ohne reines Gegenlicht. Hast du weitere Winkel oder Detailaufnahmen dieser Szene? Lade sie gern hoch, dann sichern wir die Bestimmung gemeinsam ab.
Arten, Lebensraum, Schutz & Fundort
Besonderheit
Steckbrief
Crocothemis erythraea
Warum diese Bestimmung?
Warum Feuerlibelle?
Sichtbare Merkmale, die die Bestimmung tragen — nachvollziehbar statt Blackbox.
- 1Durchgehend blutrot gefärbter, abgeflachter Hinterleib — Der einheitlich leuchtend rote, breit-flache Hinterleib ohne schwarze Zeichnung ist typisch für das Männchen der Feuerlibelle.
- 2Rote Aderung an der Flügelbasis mit gelbem Basalfleck der Hinterflügel — Rötlich getönte Flügeladern und der gelb-orange Fleck an der Hinterflügelbasis sind charakteristische Merkmale von Crocothemis erythraea.
- 3Rotbrauner, kräftiger Thorax ohne kontrastreiche Seitenstreifen — Der einfarbig rotbraune Brustabschnitt ohne deutliche helle Antehumeralstreifen grenzt die Art von vielen Heidelibellen ab.
- 4Rotbraune Facettenaugen und rötliches Gesicht — Die rötlich-braunen Komplexaugen samt rotem Gesicht unterstreichen die durchgängig rote Färbung des reifen Männchens.
Abgrenzung: Anders als die kleineren, schlankeren Heidelibellen (Sympetrum) wirkt die Feuerlibelle gedrungener, breiter und ist gleichmäßig blutrot – inklusive Flügeladern und Augen.
Verwechslungsarten
Verwechslungsarten
Woran du ähnliche Arten unterscheidest — Merkmalsvergleich, keine Verzehrempfehlung.
- Blutrote HeidelibelleSympetrum sanguineumharmlos
Deutlich schlanker mit schwarzen Beinen und keulig eingeschnürtem Hinterleib statt breit-flachem, rotbeinigem Körper.
- Große HeidelibelleSympetrum striolatumharmlos
Kleiner, mit gelb-schwarz gestreiften Beinen und weniger flächig rotem Körper, Flügeladern kaum rot getönt.
- Feuerlibelle (Weibchen/Jungtier)Crocothemis erythraeaharmlos
Gleiche Art, aber gelbbraun statt rot gefärbt – zeigt, dass nur reife Männchen die intensive Rotfärbung tragen.
Schutz & Bestand
Achtung: Naturschutz
Diese Art steht unter Naturschutz. Anschauen und bestaunen: ja! Anfassen, fangen oder mitnehmen: bitte nicht — wir lassen die Natur, wie sie ist.
Alle Libellen sind besonders geschützt.
Quellen: IUCN Red List, Rote Liste Deutschland (BfN), BNatSchG/BArtSchV. Angaben kuratiert, ohne Gewähr und regional ggf. abweichend — maßgeblich sind BfN/WISIA und die geltenden Gesetze. Kein Rechtsrat.
Ökologische Beziehungen
Ökologisches Netz
Womit Feuerlibelle im Lebensraum zusammenhängt.
- Kleininsekten (Mücken, Fliegen, Falter)Beute – wird im Flug von der Ansitzwarte aus gejagt
- Stehende bis langsam fließende GewässerFortpflanzungshabitat – Larvenentwicklung im Wasser
- Vögel (z. B. Neuntöter, Bachstelze)Fressfeind adulter Libellen
- Trockener Samenstand / HalmeAnsitzwarte und Sonnplatz zur Revierüberwachung
- Wasserinsektenlarven und kleine FischeBeute bzw. Konkurrenten der räuberischen Libellenlarve
In der Szene
Tierwelt
- Feuerlibelle (Männchen)
Pflanzenwelt
- Trockener Samenstand (vermutl. Großer Wiesenknopf)
- Gelbe Schmetterlingsblüte (vermutl. Hornklee/Wicke)
Habitat & Struktur
- Krautige Wiesenvegetation mit gefiederten Blättern
Aufnahmebedingungen
Aufnahmebedingungen
18. Juli 2021 um 13:16 Uhr · Hochsommer (Juli)
Phänologie:Mitte Juli ist die ideale Flugzeit der Feuerlibelle (Hauptflug Juni–August). Das vollständig ausgefärbte, leuchtend rote Männchen ist ein reifes Tier. Die Art ist ein Wärmezeiger und hat sich mit dem Klimawandel in Deutschland deutlich ausgebreitet – eine Beobachtung bei Witzenhausen passt gut ins aktuelle Bild der nördlichen Arealausweitung.
Beobachtung
Habitat & Szene
Krautreiche, feuchte Sommerwiese, vermutlich nahe einem stehenden oder langsam fließenden Gewässer. Die Libelle nutzt einen exponierten, trockenen Samenstand als Ansitzwarte – typisches Verhalten wärmeliebender Großlibellen, die von solchen Posten aus jagen und ihr Revier überwachen.
Licht & Stimmung
Helles, hartes Mittagslicht eines warmen Julitages (13:16 Uhr). Das Sonnenlicht durchleuchtet die Flügeladern und lässt das satte Rot des Körpers leuchten; der grüne Hintergrund verschwimmt zu einem weichen, sommerlichen Teppich.
Komposition
Klassisches Tele-Makro mit 300 mm bei f/5.6: starke Freistellung durch flache Tiefenschärfe und ruhiges Bokeh. Seitliche Ansichten zeigen Körperbau, Flügeladerung und das diagnostische amberfarbene Flügelbasisfeld optimal. Der diagonal ins Bild ragende Stängel führt das Auge zum Tier.
Notiz des Beobachters
Witzenhausen
Für Kinder erklärt, Sicherheit & Touren
Hallo! Ich bin eine Feuerlibelle und leuchte so rot wie ein kleines Flämmchen. Ich sitze am liebsten ganz oben auf einem trockenen Stängel und halte Ausschau. Von hier aus sause ich blitzschnell los, wenn ein leckeres Mückchen vorbeifliegt!
Schon gewusst? Meine großen runden Augen sehen fast rundherum – ich kann nach vorne, zur Seite und sogar nach hinten schauen, ohne den Kopf zu drehen!
Merkmal-Quiz
Welches Körperteil wird beschrieben?
„Mit diesen riesigen Kugelaugen kann die Libelle fast überall gleichzeitig hinschauen – wie eine Rundum-Kamera!“
Eine harmlose, friedliche Insektenszene. Die einzigen relevanten Punkte sind allgemeine Wiesen-/Gewässerrisiken wie Zecken und nasser Untergrund.
Für diesen Ausflug mitdenken:
- Zecken im WiesengrasmittelStich / Biss
Hohe Sommerwiesen sind typische Zeckenhabitate; Zecken können Krankheiten übertragen.
Tipp: Lange Kleidung tragen und nach dem Ausflug den Körper auf Zecken absuchen.
- Feuchtwiese / mögliches Gewässer in der NähemittelUmgebung
Libellen-Lebensräume liegen oft an Teichen, Gräben oder feuchten Wiesen mit nassem, rutschigem Untergrund.
Tipp: Kinder am Wasserrand stets beaufsichtigen und auf festen Stand achten.
- FeuerlibellegeringStich / Biss
Libellen können bei festem Greifen zwicken, besitzen aber keinen Stachel und sind für Menschen harmlos.
Tipp: Tiere nur anschauen, nicht fangen – so bleibt die Libelle unversehrt und das Kind ungestört.
Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.
Coaching, Kamera-Setup & Ausrüstung
Foto-Playbook
So gelingt die Aufnahme von Feuerlibelle — Ansatz, Einstellungen, Ausrüstung und Feldethik.
Ansatz
Feuerlibellen bevorzugen sonnenexponierte, warme Ansitzwarten an Ufern und Wiesen; nähere dich am späten Vormittag flach und ruhig von vorne, denn das Männchen kehrt oft mehrfach zur selben Warte zurück.
Kamera-Ausgangspunkt
Blende f/5,6–f/8 für Schärfe über den ganzen Körper, 1/1000 s gegen Wind und Zittern, ISO 400–800, Telemakro oder 300–400 mm mit kurzer Naheinstellgrenze, Fokus auf das Auge.
Entscheidendes Gear
Ein lichtstarkes Telemakro (z. B. 100 mm Makro mit Zwischenring oder 300 mm mit Nahlinse), das Arbeitsabstand und formatfüllende Detailschärfe verbindet.
Feldethik
Halte genug Abstand, um die Warte nicht zu berühren, und vermeide Schattenwurf über das Tier, da abrupte Bewegungen die Libelle sofort auffliegen lassen. 300mm erlaubt Distanz zum Tier — genau richtig, um scheue Arten ohne Störung zu fotografieren.
Foto-Coaching
Kreativ- & Technik-Match
7.5/10
Ein farbstarkes Makro mit toller Flügeltransparenz – sauber freigestellt und nur einen Tick vom Spitzenbild entfernt.
Technik
7.5/10
Auge und Körper sitzen scharf, die durchscheinenden Flügeladern sind schön aufgelöst – die Schärfentiefe reicht knapp für den ganzen Körper.
Licht
7/10
Das kräftige Sommerlicht bringt das Rot zum Leuchten und durchleuchtet die Flügel, erzeugt aber harte Kontraste und leichte Spitzlichter.
Komposition
8/10
Die diagonale Ausrichtung der Libelle auf dem Samenstand und das ruhige grüne Bokeh trennen das Motiv klar vom Hintergrund.

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StärkeFreistellung
Der cremige grüne Hintergrund und die Gegenlicht-Transparenz der Flügel heben die rote Libelle plastisch hervor.
Tipp: Diese saubere Trennung beibehalten – seitliches Durchleuchten der Flügel ist genau die Stärke, die dieses Motiv trägt.
PotenzialSchärfentiefe
Bei der Makro-Nahdistanz wirkt die hintere Flügelspitze und der Hinterleib teils leicht weicher als der Kopf.
Tipp: Eine Blende auf f/8–f/9 schließen oder exakt parallel zur Körperachse ausrichten, dann liegt die ganze Libelle in der Schärfeebene.
PotenzialLicht/Tageszeit
Das harte Mittagslicht erzeugt kräftige Kontraste und kleine Glanzlichter auf dem Panzer.
Tipp: Am frühen Morgen fotografieren – dann sind Libellen zudem klamm und sitzstill, und das weichere Licht mildert die Spitzlichter.
StärkeBlickachse
In Foto 1 und 3 gelingt die Aufnahme auf Augenhöhe mit sichtbaren Facettenaugen.
Tipp: Diese tiefe, parallele Perspektive weiter suchen – sie macht den Unterschied zwischen Schnappschuss und Porträt.
Subjektive Einschätzung eines KI-Foto-Coachs — als Anregung gedacht, nicht als Urteil.
Kamera-Setup
Sony A7 III mit FE 70-300mm G bei 300 mm, f/5.6, 1/400 s, ISO 100 – Tele-Makro aus respektvollem Abstand.
Fototechnik
Die lange Brennweite (300 mm) bei f/5.6 erzeugt eine sehr flache Schärfeebene und cremiges Bokeh, das die Libelle klar vom grünen Hintergrund löst. Das durchscheinende Licht in den Flügeln zeigt zudem einen feinen Gegenlicht-Effekt.
Passende Ausrüstung
Telezoom
Die 300 mm erlauben formatfüllende Libellen-Porträts aus genug Distanz, ohne das scheue Tier zu verscheuchen – genau wie in dieser Serie.
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Für noch mehr Detail an Flügeladerung und Augen ist ein echtes 1:1-Makro die ideale Ergänzung bei kooperativen Ansitzlibellen.
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Stabilisiert die lange Brennweite bei 1/400 s und ermöglicht ruhiges Anpirschen auf Augenhöhe der Ansitzwarte.
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Häufige Fragen
→Welche rote Libelle ist das?
Es handelt sich um ein Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Kennzeichnend sind der einheitlich leuchtend scharlachrote, leicht abgeflachte Körper inklusive roter Brust und roter Augen sowie ein amberfarbenes Aufhellungsfeld an der Flügelbasis, besonders am Hinterflügel.
→Wie unterscheidet man die Feuerlibelle von einer Heidelibelle?
Die Feuerlibelle ist kräftiger gebaut, ihr Hinterleib wirkt breiter und flacher, und auch die Brust ist intensiv rot gefärbt. Heidelibellen (Sympetrum) sind schlanker, haben meist dunkle Beine und einen weniger flächig roten Körper. Das gelbliche Flügelbasisfeld ist bei der Feuerlibelle ein gutes Zusatzmerkmal.
→Wann und wo sieht man die Feuerlibelle in Deutschland?
Die Hauptflugzeit liegt von Juni bis August an warmen, gut besonnten Stillgewässern und feuchten Wiesen. Als wärmeliebende Art breitet sie sich infolge des Klimawandels seit einigen Jahrzehnten nach Norden aus und ist heute auch in Mitteldeutschland regelmäßig anzutreffen.
→Warum sitzt die Libelle auf einem trockenen Pflanzenstängel?
Exponierte, trockene Samenstände dienen als Ansitzwarten. Von dort aus jagt das Männchen vorbeifliegende Insekten, sonnt sich zur Aufwärmung und überwacht sein Revier. Solche Warten werden oft wiederholt angeflogen, was sie für Fotografen berechenbar macht.
Automatische KI-Bestimmung — Bestätigungen aus der Community fehlen noch.
Wie kommt diese Stufe zustande?
- Datum angegeben
- Standort festgelegt
- Mit Bild
- Bestimmung mindestens mittel sicher
- Wildes Vorkommen (kein Produkt/Porträt)
- Von der Community bestätigt (≥ 2)
- Bestimmung unbestritten
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