Kerstlingröder Feld: Sumpfwald & Mauerruine im Frühsommer
Sumpfiger Waldtümpel mit Spiegelungen und Totholz sowie eine bewachsene Bruchsteinmauer-Ruine am Kerstlingröder Feld.
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Ihr folgt dem schmalen Pfad – und plötzlich öffnet sich der Wald zu einem geheimnisvollen Tümpel, in dem sich das Blätterdach spiegelt.
Sonntags am Kerstlingröder Feld
„Pssst – schaut mal ins Wasser!“ Mitten im feuchten Wald öffnet sich ein stiller Tümpel, in dem sich die jungen Buchen spiegeln. Die Kinder hocken sich an den Rand, zählen die Kreise, die ein unsichtbares Tier auf der Oberfläche zieht, und Papa erklärt, warum Totholz im Wasser für Frösche und Libellen so wichtig ist. Gummistiefel im weichen Boden, frische Mailuft – ein kleines Abenteuer gleich vor der Haustür.
Ein Stück weiter, am Rand der Wiese, taucht die alte Bruchsteinmauer auf. „Hier hat bestimmt mal jemand gewohnt“, staunt die Tochter, während Mama durch eines der leeren Fenster fotografiert. Zwischen den Steinen wächst längst die Natur zurück, Brombeerranken klettern empor, und auf der Mauerkrone wiegt sich das Gras.
Bevor der bedeckte Himmel doch noch Regen schickt, machen alle eine Naturpause auf den verstreuten Kalksteinblöcken. Brote auspacken, Beine baumeln lassen, dem Wind in den Baumkronen lauschen – so klingt ein perfekter Wandersonntag am Kerstlingröder Feld aus.
Steckbrief
Nasturtium officinale
Fraxinus excelsior
Aktuelle Sichtungen


26. Juni 2026
Gemeinde Schwoich, Schwoich, Österreich
@naturgucker_tom

26. Juni 2026
8970 Pereiro, Portugal
@antonio_matos1

26. Juni 2026
Киевский район, Симферополь
@tavridaalex

25. Juni 2026
Cordillera, CL-RM, CL
@huilo1111

25. Juni 2026
Sochi gorsovet, Krasnodar, Russia
@ramazan_murtazaliev

24. Juni 2026
Pacific Palisades, Los Angeles, CA, USA
@naturephotosuze
Insgesamt ein naturnaher, kindgeeigneter Ausflugsort – Hauptaugenmerk gilt dem tiefen Tümpel, alten Mauern und Zecken. Mit etwas Aufsicht gut zu genießen.
Für diesen Ausflug mitdenken:
- Tiefer/sumpfiger TümpelbeachtenUmgebung
Stehendes Wasser mit schlammigem, schwer einsehbarem Grund und Totholz unter der Oberfläche. Uferzonen sind rutschig und können einbrechen.
Tipp: Kinder am Rand an die Hand nehmen, nicht ins Wasser steigen lassen und Abstand zur weichen Uferkante halten.
- Zecken-HabitatmittelStich / Biss
Hohe Gräser, Krautschicht und Waldrand sind typische Lebensräume für Zecken, die FSME und Borreliose übertragen können.
Tipp: Lange Kleidung tragen, nach dem Ausflug den Körper absuchen und Wege möglichst nicht verlassen.
- Instabiles altes MauerwerkmittelUmgebung
Die Bruchsteinmauer ist eine Ruine; lose Steine und Fensteröffnungen können instabil sein.
Tipp: Nicht auf die Mauer klettern und losen Steinen nicht zu nahe kommen.
- Brombeerranken / DornengeringStich / Biss
An der Ruine und am Waldrand wachsen dornige Brombeerranken, die Kratzer verursachen können.
Tipp: Beim Stöbern an der Mauer auf Ranken achten und Kindern feste Kleidung anziehen.
Hinweis: KI-Einschätzung anhand des Fotos — keine Garantie und kein Ersatz für Aufsicht. Im Zweifel nichts berühren oder essen. Im Notfall: Giftnotruf bzw. 112.
In der Szene
Pflanzenwelt
- Krautige Ufervegetation
- Sträucher (Brombeere/Holunder)
Relief & Geologie
- Bruchsteinmauer-Ruine
Gewässer
- Waldtümpel / stehendes Gewässer
Habitat & Struktur
- Sumpf- und Bruchwald
- Laub-Mischwald
- Totholz im Wasser
- Wiese mit Kalkstein-Blöcken
Atmosphäre
- Wasserspiegelung
- Bedeckter Wolkenhimmel
Was du hier entdecken kannst
- 1
Stehender Waldtümpel mit Totholz
Wahrscheinlich: Grasfrosch ~50%, Erdkröte ~40%, Libellen ~60%
Sonnenbeschienene Wasserfläche mit eingestürzten Ästen bietet Sitzwarten und Laichplätze. Im Frühsommer hier hohe Aktivität.
Tipp: Mit Polfilter und niedrigem Standpunkt arbeiten; auf Libellen an den Totholzspitzen warten.
- 2
Schilf-/Grassaum am Tümpelrand
Wahrscheinlich: Libellen ~55%, Singvögel ~40%
Dichter Grassaum dient Insekten als Deckung und Vögeln als Ansitz. Übergangszone Wasser-Land ist besonders artenreich.
Tipp: Teleobjektiv und Geduld – aus Distanz die Halme im Blick behalten.
- 3
Krautige Ufervegetation / Brunnenkresse
Wahrscheinlich: Wasserschnecken ~50%, Köcherfliegenlarven ~40%
Flach überstaute Krautschicht ist Kinderstube für Wasserinsekten und Mollusken. Nahrungsbasis vieler Amphibien.
Tipp: Makro-Detail der Wasserpflanzen versuchen; nicht hineintreten, Ufer ist instabil.
- 4
Bruchsteinmauer mit Fugen
Wahrscheinlich: Mauereidechse ~35%, Wildbienen ~45%, Mauerfarn ~50%
Besonnte, wärmespeichernde Steinfugen sind Mikrohabitate für Reptilien, Insekten und Spezialpflanzen.
Tipp: Mittagswärme abwarten; ruhig an der Mauer entlang nach sonnenden Eidechsen scannen.
- 5
Begrünte Mauerkrone
Wahrscheinlich: Wildkräuter ~70%, Mauerfarn ~40%, Insekten ~50%
Auf der Mauerkrone hat sich eine eigene Pioniervegetation etabliert, die Insekten anlockt.
Tipp: Von schräg unten gegen den Himmel fotografieren, um die Vegetation freizustellen.
Aufnahmebedingungen
Aufnahmebedingungen
Frühsommer (Mai/Juni)
Phänologie:Das frische, voll entfaltete Laub, die dichte Krautschicht und die kräftig grünen Wasserpflanzen passen gut zu Ende Mai/Anfang Juni. Der Wasserstand des Tümpels ist für die Jahreszeit noch erfreulich hoch – günstig für spät laichende Amphibien und Libellenlarven.
Beobachtung
Habitat & Szene
Zwei Facetten desselben Sonntagsspaziergangs am Kerstlingröder Feld bei Göttingen: ein feuchter, lichter Bruch-/Sumpfwald mit einem stehenden Waldtümpel, viel Totholz und üppiger Krautschicht – ein klassisches Amphibien- und Insektenhabitat – sowie eine alte, stark begrünte Bruchsteinmauer-Ruine (vermutlich Reste einer ehemaligen Hofstelle/Siedlung) inmitten einer Wiesen- und Gehölzlandschaft auf Kalkuntergrund.
Licht & Stimmung
Bedeckter, weicher Himmel ohne harte Schatten – diffuses Licht, das die satten Grüntöne des Frühsommers betont. Die Stimmung ist ruhig, feucht und frisch; über der Wiese liegt eine leicht schwüle Vor-Regen-Atmosphäre.
Komposition
Der Tümpel ist mit halbhohem Standpunkt fotografiert, die Wasserlinie führt in die Bildtiefe und spiegelt das Kronendach. Die Ruinen-Aufnahmen nutzen die Mauer als horizontale bzw. diagonale Leitlinie; die menschliche Figur gibt der Wand Maßstab. Durchgehend Weitwinkel mit großer Schärfentiefe.
Notiz des Beobachters
Kerstlingröder Feld
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Kamera-Setup
Weitwinkel-Habitataufnahmen aus der Hand bei diffusem Tageslicht – große Schärfentiefe für Vordergrund-bis-Hintergrund-Schärfe.
Passende Ausrüstung
Weitwinkel-Zoom
Für umfassende Habitat- und Landschaftsaufnahmen von Tümpel und Mauer, wie hier gezeigt, ideal.
Weitwinkel Zoom 16-35mm LandschaftPolfilter
Reduziert Reflexe auf der Wasseroberfläche und macht Spiegelungen oder den Tümpelgrund gezielt sichtbar.
Polfilter Zirkular 77mm LandschaftsfotografieGummistiefel
Im sumpfigen Bruchwald mit weichem Untergrund unverzichtbar für trockene Füße und sicheren Stand.
Gummistiefel Outdoor wasserdichtFernglas
Zum Aufspüren von Amphibien, Libellen und Vögeln rund um Tümpel und Mauerruine.
Fernglas 8x42 NaturbeobachtungHäufige Fragen
→Was ist das Kerstlingröder Feld bei Göttingen?
Das Kerstlingröder Feld ist ein naturkundlich wertvolles, offenes Wiesen- und Waldgebiet im Stadtwald von Göttingen. Es ist als Naturschutz- und Naherholungsgebiet beliebt und vereint Magerrasen, Feuchtbereiche, Waldränder und historische Relikte ehemaliger Nutzung.
→Welche Tiere leben an einem Waldtümpel wie diesem?
Stehende Waldtümpel mit Totholz und Krautsaum sind wichtige Laichgewässer für Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Molche. Dazu kommen Libellen, Wasserkäfer und -wanzen sowie Vögel, die hier Nahrung und Trinkwasser finden.
→Woran erkennt man Brunnenkresse im Wasser?
Brunnenkresse (Nasturtium officinale) wächst in und an sauberen, langsam fließenden oder stehenden Gewässern, bildet kräftig grüne, fiederteilige Blätter und kleine weiße Blüten. Eine sichere Bestimmung erfordert Nahaufnahmen, da ähnliche Kreuzblütler vorkommen.
→Sind alte Mauerruinen für die Natur wertvoll?
Ja, alte Bruchsteinmauern sind Mikrohabitate für Mauereidechsen, Wildbienen, Spinnen, Flechten, Moose und Mauerfarne. Fugen und besonnte Steine speichern Wärme und bieten Unterschlupf, weshalb solche Ruinen die Artenvielfalt erhöhen.
→Wann ist die beste Zeit für einen Naturspaziergang dort?
Der späte Frühling und Frühsommer (Mai/Juni) ist ideal: frisches Laub, blühende Krautschicht, aktive Amphibien und Libellen sowie ein hoher Wasserstand der Tümpel. Morgens und am frühen Abend ist die Tieraktivität am höchsten.

